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    Ratgeber Sonnenbrillen

    Die Sonnenbrille soll vor allem eins: Mit ihren getönten Gläsern die Augen vor dem hellen Sonnenlicht schützen. Da sie aber nebenbei auch eines der beliebtesten Modeaccessoires überhaupt ist, gerät die Schutzfunktion schnell mal in den Hintergrund. Beim Kauf solltest du diese aber keinesfalls aus den Augen verlieren, denn je nachdem, für welche Situation du eine Sonnenbrille brauchst, solltest du den richtigen Tönungsgrad wählen. Außerdem sollte die Sonnenbrille zu deiner Gesichtsform, deiner Frisur und deinem Style passen. Mit der richtigen Wahl machst du nicht nur in der Sommersonne eine super Figur, sondern kannst die Brille gerne auch mal in der grellen Wintersonne zum Stadtbummel rausholen. Eine Menge Sonnenbrillenmodelle findest du in unserem Preisvergleich, egal ob du eine Damen oder eine Herren Sonnenbrille suchst.

    Geschichte der Sonnenbrille

    Die ersten Vorläufer der Sonnenbrille reichen weit in die Vergangenheit zurück. Vor allem bei Naturvölkern in eisigen Gegenden reichte das Zusammenkneifen der Augen als Schutz vor dem hellen Sonnenlicht und den starken Reflexionen auf Eis und Schnee nicht aus. Als zusätzlichen Schutz nutzten sie daher Schneebrillen, aus Knochen oder Holz, die mit feinen Schlitzen versehen waren. Auch Kaiser Nero (37-68 n. Chr.) im alten Rom schützte seine Augen beim Beobachten der Gladiatorenkämpfe, in dem er durch einen Smaragd blickte. Die schädliche Wirkung der UV-Strahlen war lange Zeit nicht bekannt und so wurden zwar Brillen gegen das Blenden der Sonne genutzt, etwa welche mit bunten Gläsern im 15. Jahrhundert, die Augen wurden durch diese aber nicht vor dem Licht geschützt. Die farbigen Brillengläser wurden im Laufe der Zeit
    immer weiterentwickelt, von Rauchglas über blaue Gläser bis zu
    Gläsern aus Bernstein im 19. Jahrhundert. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die erste Studie durchgeführt, die die schädliche Wirkung der UV-Strahlen nachwies und es kamen die ersten Vorläufer der Sonnenbrille auf den Markt, die das Auge vor UV-Strahlung schützten. Unter dem Namen Umbral vermarktete die Firma Schott Schutzgläser mit unterschiedlich starken Tönungen. Ab 1930 wurden Schutzgläser von dem US-amerikanischen Hersteller Bausch & Lomb serienmäßig produziert und 1936 wurde schließlich das Sonnenbrillenmodell Aviator vorgestellt, die bekannte Pilotenbrille. Ein Jahr später wurde die Tochterfirma Ray-Ban gegründet, die in den 1950er Jahren die ebenfalls heute noch bekannte und weit verbreitete Wayfarer Brille entwickelte.

    UV-Schutz

    Das Auge verfügt über eigene Schutzmechanismen gegen die schädlichen Sonnenstrahlen. Bei zu hellem Licht, kneifen wir automatisch die Augen zusammen und das Auge schützt sich durch die Verkleinerung der Pupille. Diese Schutzmechanismen funktionieren allerdings nur bei sichtbarem Licht und nicht bei UV-Strahlung. Aber auch gegen diese gibt es einen gewissen inneren Schutz und zwar die Pigmente Lutein und Zeaxanthin. Diese, für die Bezeichnung “gelber Fleck” verantwortlichen, Pigmente absorbieren UV-Licht und wirken damit als Radikalfänger. Die Konzentration dieser Pigmente nimmt mit zunehmendem Alter allerdings ab. Der Schutz der Augen ist daher schon im Kindesalter wichtig, da diese noch eine überaus klare Linse besitzen.

    Eine Sonnenbrille sollte mindestens UV-Schutz 400 besitzen. Aber was bedeutet das eigentlich? Bei einem UV-Schutz 400 wird die ultraviolette Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern von den Brillengläsern absorbiert. Das UV-Licht setzt sich aus UVA-, UVB- und UVC-Strahlung zusammen. Dieses kurzwellige Licht mit Wellenlängen zwischen 100 und 400 Nanomentern ist schädlich für die Haut und das Auge des Menschen. Die Hornhaut und die Augenlinse können diese energiereiche Strahlung nicht komplett absorbieren und so erreichen 1-2 Prozent der UV-Strahlen die Netzhaut. Die UVC-Strahlung wird fast vollständig von der Erdatmosphäre absorbiert und stellt daher keine große Gefahr für unsere Augen dar. UVA-Strahlen hingegen können das Auge trüben, da sie bis ins Innere der Linse vordringen, UVB-Strahlen können eine Schneeblindheit herbeiführen und für starke Rötungen des Auges sorgen.

    Bei besonders starker Sonnenstrahlung reicht ein normaler UV-Schutz 400 nicht mehr aus. Im Sommer in südlicheren Ländern solltest du einen höheren UV-400-Schutz wählen. Das Gleiche gilt für den Winterurlaub im Hochgebirge, auch für diesen solltest du unbedingt eine Sonnenbrille mit höherem UV-Schutz mitnehmen.

     

    Die Filterkategorien für Sonnenbrillen

    Die Tönung der Brillengläser wird in fünf verschiedene Kategorien eingeteilt. Die Tönung an sich schützt das Auge nicht vor UV-Strahlen. Gläser mit einer dunklen Tönung und unzureichendem UV-Schutz sind extrem schädlich für das Auge, da sich die Pupillen durch die Verdunkelung nicht verengen und das schädliche UV-Licht daher ungehindert in das Auge dringen kann. Der Tönungsgrad ist lediglich dafür zuständig, die Helligkeit des sichtbaren Lichts für das Auge zu reduzieren. Je nachdem für welche Situation du eine Sonnenbrille brauchst, empfiehlt sich eine andere Tönung:

    Filterkategorie Lichtdurchlässigkeit Verwendung

    0
    Filterkategorie 0

    80% - 100%
    • sehr leichte Tönung
    • für Korrektionsbrillen bei Personen mit lichtempfindlichen Augen
    1Filterkategorie 1
    43% - 80%
    • leichte Tönung
    • für bedeckte Tage
    2 18% - 43%
    • normale Tönung
    • für sonnige Tage in Mitteleuropa
    3 8% - 18%
    • starke Tönung
    • für den Strand, die Berge, Wasserflächen und südeuropäische Länder
    4 3% - 8%
    • höchster Tönungsgrad
    • für das Hochgebirge
    • nicht für den Straßenverkehr geeignet

    Die Brillengläser

    Qualitätsmerkmale

    Beim Kauf einer Sonnenbrille gibt es einige Qualitätsmerkmale, die du auf jeden Fall beachten solltest. Hochwertige Gläser erkennst du daran, dass sie keine Schlieren, Einschlüsse oder Blasen aufweisen. Außerdem sind sie nicht gepresst, sondern geschliffen. Mit zwei kleinen Tricks kannst überprüfen, ob die Gläser deiner Sonnenbrille von guter Qualität sind:

    • einem leichten Druck mit dem Finger sollte das Brillenglas standhalten und nicht nachgeben
    • fixierst du einen Gegenstand durch das Brillenglas der Sonnenbrille, darf dieser nicht verzerren, wenn du die Brille hin- und herbewegst

    Ein weiteres Kennzeichen für ein Qualitätsstandard ist das CE-Zeichen, welches die EU-Mindeststandards garantiert. Damit zeigt es zwar nicht automatisch eine hohe Qualität an, ist es aber gar nicht vorhanden, solltest du besser die Finger von der Brille lassen. Das CE-Zeichen findest du auf der Innenseite einer der Brillenbügel.

     

    Sonnenbrillengläser mit deiner Sehstärke

    Auch wenn du eine Sehschwäche hast, musst du nicht auf eine coole Sonnenbrille verzichten, denn du kannst dir die Gläser individuell schleifen lassen. Eine Sonnenbrille mit deiner Sehstärke solltest du aber auf jeden Fall beim Optiker kaufen, der dich professionell beraten kann. Und keine Angst: Auch Markensonnenbrillen kannst du mit deinem individuellen Schliff bekommen. Mit einer Sehschwäche bist du in puncto Sonnenbrillen Auswahl also keinesfalls eingeschränkt.

     

    Unterschiedliche GläserVerspiegelte Gläser

    Bei der Art der Gläser kannst du bei den Sonnenbrillen zwischen verschiedenen wählen. Sehr klassisch und weit verbreitet sind Gläser mit einem Verlauf in der Tönung. Die Tönung lässt dabei von oben nach unten nach. Besonders geeignet sind solche Gläser für den Straßenverkehr oder die Stadt, denn der Himmel, der hier den hellsten Bereich im Sichtfeld darstellt, wird am meisten abgedunkelt, wohingegen Straße und Personen gut erkennbar bleiben.

    Für Sportler besonders praktisch sind Sonnenbrillen mit verspiegelten Gläsern, da Reflexionen die stören könnten von der Verspiegelung abgefangen werden. Für den Winter- und Wassersport sind solche Gläser daher sehr zu empfehlen.

    Eine dritte Gläserart sind die polarisierenden Gläser. Starke Reflexionen werden durch einen Polarisationsfilter abgemildert und stören das Auge kaum mehr. Vor allem wenn durch die Sonnenreflexionen, die auf nasser Fahrbahn entstehen, ist das Auge stark geblendet. Mit polarisierenden Gläsern kommst du also sogar sicherer durch den Straßenverkehr.

    So findest du das richtige Sonnenbrillen-Modell

    Welche Sonnenbrillenform für dein Gesicht die beste ist, kommt vor allem auf deine Gesichtsform an. Beachtest du hier ein paar simple Regeln, kannst du dein Gesicht mit der Sonnenbrille perfekt in Szene setzen. Und auch deine Frisur spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn nicht jede Brille passt zu jeder Frisur. Welche Kriterien du also beachten solltest habe ich dir hier zusammengefasst.

     

    Die Gesichtsform

    Generell gilt: Die Form der Sonnenbrille sollte das Gegenteil deiner Gesichtsform haben. Also keine runde Brille, bei einem runden Gesicht. Ein weiteres Kriterium ist der Rahmen der Brille, der je nach Gesicht dezenter oder auffälliger sein sollte.

         Gesichtsform Brille

                   Rund

    • rechteckige und schmale Gläser
    • eher dezente, dünne Rahmen
    • keine runden Gläser
    • keine dicken Rahmen

                   Oval

    • hier passen quasi alle Brillenformen
    • eckige Gläser sorgen für einen strengeren Look
    • runde Gläser lassen dich weicher erscheinen
    • keine kleinen, schmalen Gläser

                   Eckig

    • runde und ovale Gläser
    • Pilotenbrille
    • keine eckigen Gläser
    • keine Nerdbrille

              Herzförmig

    • filigrane Brillen unterstreichen die feinen Züge
    • eckige Gläser sorgen für mehr Struktur
    • ovale und runde Fassungen passen gut
    • keine breiten Fassungen

     

    Die Frisur

     

     

    Kurzhaarfrisur oder Zopf

    Hast du kurze Haare oder trägst deine Haare gerne in einem Zopf, ist sonnenbrillentechnisch alles möglich. Da das Gesicht durch die Frisur ohnehin im Fokus der Blicke steht, ist auch die Brille im Mittelpunkt und wird ganz einfach zu einem stylischen Accessoire. Die Sonnenbrille darf gerne extravagant ausfallen und in einer intensiven Farbe gewählt werden.

     

    Frisur mit Pony

    Da die Stirnpartie des Gesichts bereits durch den Pony verdeckt wird, sollte die Brille nicht zu groß ausfallen. Leichte, schmale Fassungen bieten sich hier an, die das Gesicht nicht zu sehr verschwinden lassen. Achte darauf, dass die obere Linie der Brillenfassung mit der Form deines Ponys im Einklang steht. Die Fassung darf dabei ruhig etwas breiter sein, nur sollten sich Pony und Brille nicht gegenseitig verdecken.

     

    Mittellanges Haar

    Bei einer mittellangen Frisur wird dein Gesicht bereits von deinen Haaren umschmeichelt und sollte daher nicht von einer zu extravaganten Sonnenbrille dominiert werden. Mit schmalen, dezenten Fassungen bleibt dein Gesicht weiterhin im Fokus und kommt schön zur Geltung. Feine Metallrahmen oder randlose Brillen passen hier immer.

     

    Langes, stark gewelltes oder gelocktes Haar

    Trägst du dein stark gewelltes oder lockiges Haar offen, sollte die Sonnenbrille nicht zu dominant sein, da dein Gesicht sonst kaum mehr zur Geltung kommt. Stehst du eher auf extravagante, große Brillen, dann frisiere deine Haare aus dem Gesicht, wenn du die Sonnenbrille trägst. Bei offenem Haar wähle besser eine Brille mit schmaler Fassung. Metallrahmen harmonieren meist sehr gut.

     

    Langes glattes Haar

    Ähnlich wie bei langen lockigen Haaren, ziehen auch lange glatte Haare viele Blicke auf sich, so dass die Sonnenbrille eher feiner ausfallen sollte. Metallrahmen, randlose Fassungen oder zarte Kunststoffrahmen sind hier die erste Wahl.

     

    Voluminöse Frisuren

    Hast du sehr dichtes, kräftiges Haar oder trägst gerne voluminöse Frisuren, darf auch die Brillenfassung auffällig sein. Extravagante Formen und Farben unterstreichen so die ohnehin schon ausdrucksstarke Wirkung. Passe nur auf, dass die Fassung nicht zu breit ist, denn dann wirkt auch dein Gesicht schnell sehr breit.

     

    Feines, glattes Haar

    Bei sehr dünnem, feinem Haar, ist es oft schwierig eine aufregende Frisur zu kreieren. Mit einer auffälligen Sonnenbrille kannst du deinen Look perfekt ergänzen. So bringst du mehr Pepp in dein Outfit und darfst auch gerne mit Formen und Farben der Fassungen spielen.

     

     

    Bilderquellen:

    • Bigstock/ darrenmbaker
    • Bigstock/ bcreigh
    • Bigstock/ yod67
    • Bigstock/ stryjek
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    • Bigstock/ Yastremska
    • Bigstock/ Sergey Furtaev

     


    Mit diesem Ratgeber wirst du garantiert eine passende Sonnenbrille finden, denn Merle hat dir die besten Tipps zusammengetragen.