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Ratgeber Sopransaxophone

Wissenswertes über Sopransaxophon
Das Sopransaxophon ist in der hohen Lage in B gestimmt. Das Spiel dieses näselnden Instruments gestaltet sich nicht einfach. Das Sopransaxophon ist weniger verbreitet als das Alt- und das Tenorsaxophon. Es wird in Big Bands und auch in Orchestern verwendet, wo es jedoch keinen festen Platz hat. Da es nur selten gespielt wird und eher als Soloinstrument dient, tauchen auch kaum SopranSax-Stimmen in Arrangements auf.

Bauart
Das Sopransaxophon gibt es in zwei Bauformen. Es gibt sie mit einem geraden Korpus in einem Teil, wobei der Kork zum Befestigen des Mundstücks direkt am Korpus sitzt, oder mit einem einzelnen Kopfstück, wie es bei größeren Saxophonen üblich ist. Dieses Kopfstück ist entweder gerade oder leicht gebogen und nennt sicht S-Bogen, auf dem sich eine Oktavklappe befindet. Die zweite Variante gleicht der Form des Altsaxophones, jedoch ist in diesem Fall der S-Bogen nicht so stark gebogen. Viele Sopransaxophonisten bevorzugen diese Bauweise, da der Ton besser hör- und kontrollierbar sein soll, aufgrund des Schalltrichters. Außerdem ist es in der Gesamtlänge kürzer und passt in einen kleineren Koffer.

Das Sopransaxophon als Soloinstrument
Aufgrund seiner schwierigen Intonierung und der Schwäche im tiefen Register kam das Sopransaxophon anfangs nicht von dem Ruf los, zu sehr an die Klarinetten-Tradition gebunden zu sein. Dieser Ruf kommt nicht zuletzt daher, dass viele Klarinettisten auf das Sopransaxophon umgestiegen sind. Anfangs stand Sidney Bechet (1897 – 1959) für das Instrument und hatte großen Einfluss auf Johnny Hodges (1907 – 1970). Als er das Instrument wegen des Tons aufgab, mit dem er nicht zufrieden war, führte Charlie Barnet (1913 – 1991) die Tradition fort. Unter diesen Einfluss griffen auch immer mehr europäische Musiker zum Sopransaxophon. Anschließend führte Bob Wilber (* 1938) das Sopransaxophon in das Swing-Revival ein.

Als das Sopransaxophon Einzug in den Modern Jazz hielt, war es vor allen Dingen Steve Lacy (1934 – 2004) der den größten Einfluss auf den Jazzstil Modern Creative hatte. Der Durchbruch in diesem Genre erreichte jedoch John Coltrane als er in seinem Solo unbekannte Klänge, die fast wie eine Oboe klingen, aus dem Sopransaxophon herausholte. Sein Solo soll sogar einen orientalischen Klang aufweisen, den bisher niemand von diesem Instrument kannte. Seitdem wurde das Sopransaxophon, aufgrund seiner interessanten Klangfarbe, immer häufiger in Bigbands oder Studioorchestern eingesetzt. Auch einige bekannte Jazz-Musiker benutzten das Instrument entweder hauptsächlich oder als Nebeninstrument. Im Rockjazz war es Wayne Shorter, der das Instrument etablierte.