Nach oben
zurücksetzen
Sortiert nach: Beliebtheit

 

Anzeige je Seite:


Ratgeber Stifte

Wissenswertes über Stifte und Farben
Stifte gehörten vermutlich zu den aller ersten Werkzeugen, die von Menschen benutzt wurden. Die ältesten Erkenntnisse stammen schon aus der Steinzeit, in der mit Hilfe von Holzstöcken in Ton geritzt wurde, wodurch u.a. auch die Höhlenmalereien entstanden.
In den Hochkulturen wurden die Schreibstöcke durch das Schreibrohr, später dieses wiederum durch Pinsel und Schreibfeder abgelöst, die sich auch auf Papier eigneten. Im Spätmittelalter schließlich erhielt der Bleistift Einzug und wurde im 16. Jahrhundert durch die Verwendung von Graphit statt Blei weiterentwickelt. Später wurden verstärkt andere Minen eingesetzt, mit denen auch farbige Zeichnungen möglich waren sowie tintenführende Konstruktionen entwickelt.

Heute existieren neben den Bleistiften sowie Tintenschreibern weitere verschiedene Stifte.

Blei- und Buntstifte
Bleistifte werden hauptsächlich zum Malen, technischen oder künstlerischen Zeichnen und für Stenografien sowie Notizen benutzt. Und auch in der Grundschule werden Bleistifte geschätzt. Der Vorteil gegenüber anderen Stiften ist, dass sich das Geschriebene / Gezeichnete mit einem Radiergummi wieder entfernen lässt. Entgegen der Bezeichnung ist in den Bleistiften allerdings kein Blei mehr enthalten sondern ein Gemisch aus Graphit und Ton. Das Mischverhältnis der beiden Stoffe entscheidet über die Härte des Stiftes. Der deutsche Schreibwarenhersteller Faber-Castell, der sich zum weltgrößten Hersteller von Holzstiften etabliert hat, erfand bereits 1960 einen Standard für die Härtegrade von Bleistiften, die von 9B (=sehr weich) bis 9H (=sehr hart) reichen und für unterschiedliche Bereiche verwendet werden. Harte Stifte eignen sich eher für das technische Zeichnen und Schreiben, weiche für die Malerei.

Bei Kindern stehen Buntstifte aufgrund der Farben meist höher im Kurs. Die Minen von Buntstiften sind aus Farbpigmenten, Fetten, Wachsen, Bindemitteln, Talkum und Kaolin hergestellt und werden ebenso wie die von Bleistiften mit einer Holzummantelung versehen. Erste Erwähnung fanden die Buntstifte Anfang des 19. Jahrhunderts, die Bleistifte hingegen fanden in erster Form schon vor 5000 Jahren Erwähnung.

Füller, Tintenroller und Kugelschreiber
Der Füllfederhalter geht bis auf das Jahr 1657 zurück, der älteste erhaltene Füllfederhalter stammt aus dem 18. Jahrhundert. Bis zum 19. Jahrhundert gab es kaum Fortschritte in der Entwicklung des Füllers, bis in den 1850er Jahren die Massenproduktion einsetzte. Die ersten deutschen Produzenten von Füllern waren Soennecken 1871 sowie KaWeCo1872, gefolgt von Montblanc 1906 und Pelikan 1925, die auch heute noch zu den führenden Herstellern gehören. In den 1960er Jahren wurde der Füller vermehrt durch Kugelschreiber abgelöst.
Heute finden Füller vor allem in der Schule sowie als Prestigeobjekt Anwendung, Kugelschreiber sind auch heute noch vorherrschend.

Der erste Kugelschreiber, der damals eher noch Tintenkuli genannt wurde, wurde 1928 von Rotring entwickelt. Dem Kuli sowie dem Füller gemein ist die Tinte, jedoch ist die Art, die Tinte auf das Papier zu bringen, unterschiedlich. Bei einem Kuli wird die Tinte mittels einer Kugel auf das Papier gebracht. Bewegt sich der Stift über das Papier, so dreht sich die Kugel und nimmt aus dem Vorratsbehälter Tinte und gibt sie auf der anderen Seite an das Papier ab. Kugelschreiber sind mit sehr zähflüssiger Tinte ausgestattet, was sie vom Tintenroller mit flüssiger Tinte unterscheidet. Beim Füllfederhalter ist die Tinte ebenfalls flüssig, aber die Funktionsweise ist unterschiedlich. Früher waren Füllfederhalter noch nicht mit Tanks ausgestattet, sodass es sich einfach um Federn handelte, die in Tinte getaucht wurden. Heute sind Füller mit Tintentanks ausgestattet, die Tinte kontinuierlich in die Metallfeder transportieren.

Zu Beginn der Schulzeit werden häufig zunächst Tintenroller, oft Inky? (nach dem gleichnamigen Pelikan Inky benannt), benutzt, um die Schüler an das Schreiben mit Tinte zu gewöhnen. Anschließend wird auf Füllfederhalter umgestiegen und im Erwachsenenalter dann meist auf Kugelschreiber.

Filzstifte / Textmarker
Filzstifte werden umgangssprachlich auch Filzer genannt und bezeichnen ein Schreibgerät mit einer Mine aus Polyesterfaser o.a. Fasermaterial. Filzstifte sind in den unterschiedlichsten Farben erhältlich und vor allem bei Kindern zum Malen sehr beliebt. Die Filzer sind in verschiedenen Dicken erhältlich und werden in dicker Form auch von Erwachsenen zum Markieren von Texten verwendet. Diese sog. Textmarker werden meist in Neonfarben hergestellt.

Neben dem Filzstift und dem Textmarker existieren Permanentmarker. Permanent ist darauf bezogen, dass die Farbe auf besonders vielen Oberflächen haften soll und permanent hält, d.h. auch resistent gegen Licht, Feuchtigkeit und Berührung ist. Aufgrund der weiten Verbreitung der deutschen Marke Edding? hat sich der Markenname als Begriff für Permanentmarker verbreitet.
Daneben wurden für bestimmte Untergründe spezielle Stifte entwickelt, so z.B. die Folienschreiber oder CD-Marker.

Wachsmaler
Wachsmaler sind vor allem unter Kindern sehr beliebt. Die Stifte sind aus weichen Wachsverbindungen in leuchtenden Farben zusammengesetzt und zeichnen sich durch die Lichtbeständigkeit und Wasserfestigkeit aus. Die Wachsmaler sind meistens sehr dick und lassen sich vor allem von Kleinkindern noch besser handhaben als dünnere Stifte. Die Wachsmaler bilden meist den Einstieg ins Malen und Schreiben.

Tuschkästen
Ebenso wie die Wachsmaler sind auch Tuschkästen vor allem im Kindergarten sowie der Grundschule sehr verbreitet und werden zur Kunsterziehung eingesetzt. Tuschkästen sind in Deutschland genormt in Bezug auf die enthaltenen zwölf Farben, mit Hilfe denen die Kinder das CMYK-Farbmodell erlernen sollen.
Tuschkästen werden auch Deckfarbkasten genannt, da sie wasserlösliche Farben enthalten, die mit Hilfe von Pinseln auf das Papier gebracht werden.