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Tee - Wissen, Tipps & Infos

Wissenswertes über Tee
Tee wird aus der Teepflanze gewonnen. Dabei kommen nicht nur die Blätter oder Blüten zum Einsatz, sondern auch die Knospen und Stängel. Ebenso wie Kaffee enthält auch Tee Koffein, der bei Tee oft auch als Teein bezeichnet wird. Es existieren zahlreiche verschiedene Teesorten. Angefangen beim klassisch schwarzem Tee, über verschiedene Kräutertees und Früchtetees bis hin zu grünem Tee und gelbem oder weißem Tee. Tee nimmt im Vergleich zum Kaffee in Deutschland eine nachrangige Rolle ein. Am meisten wird Tee in Großbritannien, Irland und Neuseeland konsumiert, in Deutschland in Ostfriesland.  

Die Geschichte des Tees
Ursprünglich stammt der Tee aus China, die Zeit lässt sich jedoch nicht genau bestimmen. Auf jeden Fall blickt der Tee auf eine lange Geschichte zurück, bereits im Jahr 221 v.Chr. existierte in China eine Teesteuer. Von China aus wurde der Tee zur Zeit der Tang-Dynastie zunächst nach Japan und Korea exportiert. Später wurde auch in Indien Tee angebaut.

Die Reise nach Europa
Nach Europa kam der Tee erst Jahrhunderte später, zum Anfang des 17. Jahrhunderts. Wie auch beim Kaffee war es Holland, die das Monopol für den Handel mit Asien inne hatten. 1644 lieferte Holland zum ersten Mal Tee nach England aus, 1669 ging das holländische Handelsmonopol an die britischen Ostindien-Kompanien über, die dieses auch bis 1833 behielten. Nach Deutschland kam der Tee Mitte des 17. Jahrhunderts von Holland aus. Nachdem das englische Monopol im Jahre 1834 auslief, beteiligten sich auch andere Länder, darunter auch Deutschland, am Teehandel. Der Seeweg nach China dauerte damals noch sehr lange, worunter die Qualität des Tees litt. Seit 1860 wird Tee auch auf Ceylon –heute Sri Lanka- angebaut, wodurch der Teehandel unabhängig von China wurde.  
England verhängte 1780 eine Teesperre in Holland, wodurch sich viele holländische Kaufleute in Ostfriesland niederließen, was die größere Popularität und den höheren Konsum des Tees im Vergleich zu anderen deutschen Gebieten erklärt.

Teesorten
Aus China stammt vor allem grüner Tee. In Europa sind die Teesorten Assam, Ceylon und Darjeeling am Bekanntesten, die nach ihren Anbaugebieten benannt wurden.
Der ostindische Hochlandtee Assam zeichnet sich durch sein kräftiges Aroma aus.
Ceylon wird in Sri Lanka angebaut und hat einen herb-kräftigen Geschmack.
Darjeeling wächst an den Südhängen des Himalaya um die Südhänge der Hauptstadt Darjeeling in ca. 2000m Höhe.
Die Schwarzteesorten unterscheiden sich von anderen Teesorten vor allem durch die Fermentation. Als Fermentation wird der Prozess nach dem Trocknen und dem Rollen der Teeblätter, wobei die Zellen der Blätter aufgebrochen und so ätherische Öle freigesetzt werden, bezeichnet, bei dem den Blättern Luftfeuchtigkeit von über 90% bei 22°C zugeführt wird, um chemische Prozesse in Gang zu setzen.
Grüner Tee wird nicht fermentiert, er wird lediglich über Feuer gewelkt und getrocknet. Weißer Tee ebenfalls nicht, dieser Tee wird nur getrocknet. Seinen Namen verdankt weißer Tee im Übrigen kleinen Epilarhärchen an der Blattunterseite, die den getrockneten Teeblättern eine weiß-silberne Farbe geben. Schwarzer Tee hingegen, der in Ostasien als roter Tee bezeichnet wird, wird fermentiert. Gelber Tee ist weißer Tee, der nach der Ernte nicht sofort weiterverarbeitet wird und dadurch fermentiert. Gelber Tee ist einzig aus China erhältlich und eine der teuersten Teespezialitäten der Welt.  

Loser Tee, Teebeutel oder Teepads
Neben fermentierten Tees können die Teeblätter auch direkt aufgegossen werden. In Deutschland wird, auch aufgrund des geringen Eigenanbaus, abgesehen von Minze und einigen anderen, hauptsächlich getrockneter Tee konsumiert. Der Tee wird in Teebeuteln, Teepads oder auch in loser Form angeboten.
Neben den reinen Tees erfreuen sich seit einigen Jahren auch aromatisierte Tees großer Beliebtheit. So werden dem grünen oder auch schwarzem Tee frische Blüten zugefügt, die dem Tee ein Aroma verleihen. Beliebt sind vor allem Jasmintee oder auch Rosentee. Neben den Blüten werden auch immer mehr Früchte oder auch Gewürze als Aroma und Geschmacksrichtung angeboten. Bei aromatisierten Tees spielt der Tee an sich eine eher untergeordnete Rolle, da er nur als Trägerstoff des Aromastoffes benötigt wird.

Auf die richtige Zubereitung kommt es an
Schwarztee wird in der Regel mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen, bei grünem Tee und halbfermentierten Tees werden Temperaturen von 65-90°C bevorzugt, wodurch der Geschmack besser erhalten bleibt. Aber nicht nur die Aufgusstemperatur ist entscheidend für den richtigen Geschmack, auch die Ziehdauer ist entscheidend für den Geschmack als auch die belebende oder beruhigende Wirkung. In den ersten zwei Minuten löst sich das Koffein, wodurch der Tee anregend wirkt. Die im Teeblatt enthaltenen Tannine lösen sich allerdings erst langsamer im Wasser. Tannin wandelt das Koffein in eine wasserunlösliche Form um, sodass der Anteil an Koffein, je länger der Tee zieht, sinkt. So wirkt länger gezogener Tee lediglich weniger anregend, aber nicht beruhigend, wie oft irrtümlich angenommen wird.

Ostfriesische Teekultur
Tee wird in der Regel pur getrunken. Lediglich schwarzem Tee wird Zitrone, Milch oder auch Zucker und oder Honig zugefügt. In Deutschland hat sich nur in Ostfriesland eine eigene Teekultur entwickelt. Dort wird starker Tee mit flüssiger Sahne sowie Kluntjes getrunken, der traditionell nicht umgerührt wird.