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Ratgeber Terraristik

Wissenswertes über Reptilien
Das Wort Reptilien ist lateinisch und bedeutet kriechend?. Dementsprechend können Reptilien auch als Kriechtiere bezeichnet werden. Im Tierreich werden sie der Klasse der Wirbeltiere, genauer den Vertebraten, zugeordnet. Reptilien zeichnen sich durch eine Hornschuppenhaut, einen Schwanz und vier Beine aus. Bei den Schlangen haben sich die Beine im Laufe der Evolution zurückgebildet. Zudem handelt es sich um wechselwarme Tiere, deren Verhalten oder Aktivität durch Wärmezufuhr reguliert werden kann. Ihre Haltung in Terrarien erfordert ein umfangreiches Wissen und darf nicht unterschätzt werden.

Beschreibung
Wie bereits erwähnt, haben Reptilien in der Regel vier Beine. Diese sind wie beim Menschen zweipaarig, das heißt, jeweils zwei sind gleichartig ausgeprägt. An den Gliedmaßen befinden sich jeweils fünf Zehen, beziehungsweise Finger. Bei einigen Tierarten können es auch weniger sein, wie zum Beispiel bei der russischen Vierzehenschildkröte. Reptilien bevorzugen warme und sonnige Lebensräume. Werden sie nur sparsam ernährt und bekommen keine Wärme, zwingt das die Tiere zum Winterschlaf. Die Ernährung ist sehr unterschiedlich. Einige ernähren sich von Insekten, Fischen, Schnecken oder Vögeln und Andere ernähren sich rein pflanzlich. Die Fortpflanzung erfolgt eierlegend und bei einigen Arten auch lebendgebärend.

Arten
In Deutschland sind circa 14 Reptilienarten beheimatet. Dazu zählen verschiedene Echsen-, Schlangen- und Schildkrötenarten. Die bekanntesten Arten sind Kreuzotter, Zauneidechse, Blindschleiche und Ringelnatter. Weniger bekannt sind Arten, wie Würfelnatter, Sumpfschildkröte, Gebirgseidechse oder Glattnatter. Neben den in Deutschland beheimateten Reptilienarten werden viele exotische Arten in Gefangenschaft als Haustier gehalten. Dazu zählen neben unterschiedlichsten Schlangenarten, Echsen, Spinnen oder Schildkröten. Vor allem die Haltung von Gift- oder Würgeschlangen und Giftspinnen hat in den vergangenen Jahren zugenommen.

Haltung und Pflege
Reptilien sind wechselwarme Tiere. Bei einer Haltung im Terrarium darf eine ausreichende Wärme- und Sonnenbeleuchtung deshalb nicht fehlen. Zudem sollte je nach Tierart ein passender Terrariumgrund und eine ausreichende Größe gewählt werden. Bei einigen Reptilien muss zudem eine bestimmte Luftfeuchtigkeit vorhanden sein. Einige Arten, wie zum Beispiel Schildkröten, benötigen für eine artgerechte Haltung ein Außengehege. Eine reine Terrariumhaltung entspricht nicht artgerechten Bedingungen. Zu vergessen ist letztendlich nicht die Fütterung von artgerechtem Reptilienfutter. Wer Spaß am Beobachten von Tieren hat, ist mit einem Reptil gut beraten. Sie eignen sich in der Regel nicht für Kinderhände.

Schildkröten sehen zwar niedlich und robust aus, wollen aber in Ruhe gelassen werden. Gleiches gilt beispielsweise für Spinnen und Schlangen. Bei giftigen Arten kommt hinzu, dass ein falscher Umgang für Besitzer und andere Personen, die in Kontakt mit den Tieren kommen, lebensgefährlich sein kann. Es gibt deshalb auch strenge gesetzliche Auflagen zum Schutz der Tiere und deren Halter. Die Haltung von giftigen Tieren erfordert zum Beispiel Genehmigungen und umfassende Artenkenntnisse. Schildkröten beispielsweise müssen angemeldet werden und benötigen entsprechende Papiere. Einmal jährlich müssen Daten über Größe, Gewicht etc. an zuständige Ämter übermittelt werden.