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Ratgeber Tischtennisbälle

Wissenswertes über Tischtennisbälle
Tischtennisbälle gibt es in vielen unterschiedlichen Variationen und Farben. Aber für einen Wettkampf sind die Anforderungen genauestens hinterlegt. So darf ein Ball nur weiß oder orange sein. Alle anderen Farben sind verboten. Entgegen mancher Meinung kann die Farbkombination von Bällen und Tischtennisplatten, innerhalb der erlaubten Farben, beliebig sein.

Außerdem muss ein Tischtennisball einen Durchmesser von 40 Millimetern vorweisen, wobei eine Abweichung von einem halben Millimeter erlaubt ist. Ein Wettkampfball darf außerdem ein Gewicht von 2,7 Gramm haben, wobei auch hier eine Abweichung (+/- 0,3 Gramm) erlaubt ist. Eine weitere Norm ist die Sprungeigenschaft, die einen Abprall von einem Stahlblock von 24-26 Zentimetern gewährt, wenn man den Ball auf diesen aus einer Höhe von 30,5 Zentimetern fallen lässt. Das Material ist im Allgemeinen der Kunststoff Zelluloid, aber es dürfen auch ähnliche Kunststoffe verwendet werden.

Geschichte des Balls
Zelluloid wird seit Ende des 19. Jahrhunderts verwendet, nachdem es von einer Amerikareise mitgebracht wurde. Zuvor spielte man auch schon diesen tennisähnlichen Ballsport, aber mit Tischtennisbällen aus Gummi oder Kork, welche damals größer waren. Ende der 60er wird mit Farbstoffen experimentiert, was sich zulasten des Sprungverhaltens auswirkte. In den folgenden Jahren wurde dieses Problem durch die Verwendung anderer Farbstoffe behoben. Die damalige Größe von 38 Millimetern wurde, wie oben schon erwähnt, auf 40 Millimeter erhöht, um ein langsameres Spiel zu erzeugen, auch im Sinne der Zuschauer. Durch die Weiterentwicklung der Tischtennisschläger konnte aber keine Anpassung erreicht werden.

Herstellung und qualitative Prüfung
Aus den schon angedeuteten Zelluloid-Platten werden Kreise herausgestanzt und durch Erhitzung in eine Halbkugel-Form gepresst. Die Ränder der Halbkugeln werden abgeschnitten, um anschließend mit Aceton wieder zusammengefügt zu werden. Danach werden die Ränder nochmals beschnitten und dann mittels erneuter Erhitzung auf die benötigte Größe gebracht. Das Endprodukt muss vorher noch in einer Trommel mit Bimsmehl auf das endgültige Gewicht und die Form gebracht werden. Innerhalb des Herstellungsprozesses wird noch eine abschließende Qualitätsprüfung vorgenommen. Nachfolgend werden die Tischtennisbälle gelagert, um Rückstände von Lösemittel verdunsten zu lassen.

Stichprobenartig werden die Bälle noch einmal in Deutschland den Anforderungen entsprechend geprüft und die für den Wettkampf geforderten Bestimmungen kontrolliert. Dabei werden Farbwert und das Gewicht untersucht. Außerdem werden die Tischtennisbälle auf ihren Geradeauslauf, der durch die Schweißnaht nicht immer gewährleistet ist, überprüft. Wie vorher schon einmal erklärt, wird noch die Sprungfähigkeit untersucht. Schlussendlich muss der Ball noch ein Drucktest von 5 Kilogramm überstehen, bevor diese Serie in den offiziellen Verkauf darf. Dieses Verfahren wiederholen sich alle zwei Jahre bei einer Serie, um langfristig Qualität zu ermöglichen.

Verwandte Sportarten
Tennis ist wohl der Vorreiter des heutigen Tischtennis, da prinzipiell der gleiche Ablauf realisiert wird. Ein entfernter Verwandter ist auch das Badminton, bei dem sich zwei oder vier Spieler, durch ein Netz getrennt, gegenüberstehen.