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Ratgeber Trompeten

Wissenswertes über Trompeten
Eine Trompete ist ein Blasinstrument, welches zur Tonerzeugung angeblasen werden muss. Aufgrund des Baumaterials der Trompete gehört sie speziell zu der Gruppe der Blechblasinstrumente. Sie ist das kleinste Blechblasinstrument und gleichzeitig das, das die höchsten Töne erzeugen kann. Die Trompete findet sowohl in Orchestern als auch bei Soli Anwendung.

Geschichte
Die ursprüngliche Trompete war eine Naturtrompete aus Tierhorn, die keine Ventile besaß und daher nur Naturtöne hervorbrachte. Daneben wurden auch andere Materialien wie Rinde, Holz und Knochen gefertigt. In der Bronzezeit entstanden erste Nachbauten aus Metall, die in der Wachsschmelzmethode gefertigt wurden. Geschichtlich erlangte die Trompete an Bedeutung, weil sie als Signalinstrument eingesetzt wurde. Beispielsweise mussten Wächter auf Türmen Trompete spielen können.

Im Mittelalter gab es sogar die Berufsgruppe der Trompeter, die in der Gesellschaft hoch anerkannt wurde. Darüber hinaus war die Trompete ebenso im Militär wichtig zur Signalgebung. Während des 13. Jahrhunderts unterschied man zwischen den höher gestimmten Instrumenten, den Trompeten und den tiefer gestimmten, den Posaunen. Im Zeitalter des Barocks war sie als Instrument in der Kammermusik beliebt.

Ventile wurden erst ab 1813 in die Trompete eingebaut, um die chromatischen Tonabstufungen, die zwischen den Naturtönen liegen, spielbar zu machen. Somit kann der Trompeter alle Töne einschließlich der Halbtonschritte spielen. Heutzutage findet die Trompete sowohl in Soli als auch in Orchestern Anwendung. Sie kommt in der Kammermusik zum Einsatz, aber auch in der Jazz- und Popmusik.

Varianten
Die Naturtrompeten unterscheiden sich in ihrer Bau- und Funktionsweise von den Klappen und Ventiltrompeten. Eine Naturtrompete besteht aus einem Tierhorn, ab der Bronzezeit auch aus Metall. Naturtrompeten können nur Naturtöne erzeugen, da sie keine Ventile haben. Spricht man heutzutage von einer Trompete, so ist die Ventiltrompete gemeint. Eine Ventiltrompete ist entweder mit Pumpventilen oder Drehventilen ausgestattet. Man betätigt sie in der Regel mit den Fingern der rechten Hand. Die linke Hand hält das Instrument fest.

Trompeten mit Drehventilen werden vorrangig im deutschsprachigen Raum gespielt, weshalb sie auch als Deutsche Trompeten bezeichnet werden. Trompeten der französischen Bauart sind mit Pumpventilen ausgestattet. Trompeten mit Pumpventilen sind mechanisch nicht so aufwändig, benötigen jedoch eine häufigere Pflege der Ventile als Trompeten mit Drehventilen. Die Ventilart wirkt sich auch auf den Anblaswiderstand aus, der bei Drehventilen höher ist als bei Pumpventilen.

Tonerzeugung
Wie bei allen Blasinstrumenten wird bei der Trompete der Ton durch das Anblasen des Instruments erzeugt. In der Trompete befindet sich eine Luftsäule, die durch das Anblasen in Schwingung gerät. Durch die Intensität und die Dauer des Anblasens sowie durch die Lippenspannung können die Töne gesteuert werden. Umso größer die Trompete ist, umso länger ist die Luftsäule im Instrument und umso tiefer sind die Töne, die es hervorbringt.