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Ratgeber Überspannungsschutz

Wissenswertes über Überspannungsschutz Geräte
Überspannungsschutz Geräte sind Einrichtungen um elektrische oder elektronische Geräte vor einer Überspannung aus dem Stromnetz zu schützen. Solche Überspannungen können durch Blitzeinschläge oder induktive beziehungsweise kapazitive Entkopplungen anderer Systeme hervorgerufen werden. Wer in diesem Zusammenhang der Meinung ist, dass die Schmelzsicherung oder der Sicherungsautomat im Keller doch für diesen Schutz konzipiert wurde, der irrt. Während Überspannungsschutz Geräte vor hohen Spannungen schützen sollen, sind Sicherungen dazu da, vor zu hohen Strömen zu schützen. Beides steht zwar in Verbindung zueinander, ist aber nicht das Gleiche.

Überspannung und dessen Ursache
Am häufigsten treten Netzüberspannungen im Haushalt auf, wenn ein Blitz in der Nähe einschlägt. Da ein Blitz wie ein EMP, also einem elektromagnetischen Puls, wirkt, werden im Umkreis von circa 200 Metern hohe Spannungen induziert. Selbst in zwei Kilometer Entfernung können noch, je nach Bodenbeschaffenheiten, Überspannungen registriert werden. Auch beim Abschalten von Leuchtstofflampen treten Überspannungen auf, die jedoch so gering sind, dass diese keine Auswirkungen auf das restliche Stromnetz haben. Beim Abschalten von leistungsstarken Motoren kommt es jedoch sehr häufig zu entsprechenden Spannungsspitzen, die für die Zerstörung einzelner Geräte führen können. Bei der Verwendung von elektronischen Bauteilen ist sogar auf elektrische Entladungen zu achten, da diese die empfindlichen Baugruppen zerstören könnten. Daher müssen Techniker in diesem Bereich immer separat geerdet sein um eine solche Entladung zu verhindern.

Blitzschutz als Gegenmaßnahme
Wichtige oder gefährdete Gebäude sind in der Regel mit adäquaten Blitzschutzsystemen ausgestattet, die neben dem Inneren auch den äußeren Potenzialausgleich sowie ein ausreichender Überspannungsschutz einschließen. Die äußeren Blitzschutzeinrichtungen sind in der Regel sehr leicht zu erkennen. Diese stellen sich in diesen Fällen oftmals als Fangleitungen am Dach und den Wänden dar, die direkt mit dem Erdreich und dem inneren Potenzialausgleich verbunden sind. Dadurch soll verhindert werden, dass ein gefährlicher Potenzialunterschied zwischen den inneren Anschlüssen und dem äußeren Blitzschutz entsteht. Ein wirklich effektiver Blitzschutz ist jedoch nur gegeben, wenn alle Zugänge zum Stromnetz des Gebäudes abgesichert sind. Dazu zählen neben den Stromleitungen auch solche für Telefon und Kabelfernsehen sowie für Rohrleitungssysteme für Wasser und Gas.

Geräteschutz als Gegenmaßnahme
Manche Geräte bringen bereits von Haus aus einen Schutz gegen Überspannungen mit. Günstige Geräte sind davon jedoch meist ausgenommen. So sollte mit Überspannungsschutz Geräten ein adäquater Schutz für alle Verbraucher gewährleistet werden. Dabei unterscheidet man drei große Kategorien an Überspannungsschutz Geräten. Die erste Kategorie, für Verteilungsnetze, bezieht sich auf Mittelspannungen und Hochspannungen, die als Freileitung von Wettereinflüssen besonders stark belastet werden können. Die zweite Kategorie bezieht sich auf alle Spannung die unter 1000 Volt liegen, wie sie beispielsweise bei Netzzuleitungen vorhanden sind und in die Hausanschlusskästen führen. Die dritte Sparte bezieht sich auf Signalleitungen, wie wir sie für Telefon oder Internet einsetzen. Da hier nur sehr geringe Spannungen verwendet werden, ist die Gefahr einer Überspannung sehr hoch. Aus diesem Grund stehen gesonderte Überspannungsschutzgeräte zur Verfügung, die speziell an die Eigenschaften von Signalleitungen und Datenleitungen angepasst sind.