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Kauftipps für Vertikutierer

Sörens Tipps für grünen Rasen vom September 2016

 

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Ratgeber zu Vertikutierern

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Vertikutierer - genau das Richtige für strapazierten Rasen

Rasen vertikutierenMoose, Unkraut und abgestorbene Gräser sehen nicht nur hässlich aus, sondern sind auch noch schädlich für den Rasen. Mit der Zeit bildet sich eine Filzschicht, die wie ein Schwamm wirkt und eine ausreichende Belüftung des Bodens verhindert. Dieser ist dann nach einiger Zeit nicht mehr schön anzusehen, wird braun, und durch die schlechten Wachstumsbedingungen bekommt das ungeliebte Moos endgültig die Oberhand. Genau für dieses Problem wurden Vertikutierer entwickelt – sie sind die ideale Lösung seine Rasenflächen wieder in sattgrüne, unkrautfreie Bereiche zu verwandeln.

 

Ursprünglich stammt das Wort Vertikutierer aus dem Englischen und setzt sich aus vertical (vertikal, senkrecht) und to cut (schneiden) zusammen. Das Verfahren wurde im Jahr 1955 von Thomas Mascaro entwickelt und seitdem ständig weiterentwickelt. Heutzutage gibt es ein breites Sortiment in allen Preisklassen mit unterschiedlicher Leistung und verschiedener Arbeitsbreite für diverse Arbeitsflächen.

Wie funktioniert ein Vertikutierer?

VertikutiererOb der eigene Vertikutierer elektrisch oder mit einem Benzinmotor betrieben wird, muss jeder Gartenbesitzer selbst abschätzen. Die elektrische Variante ist umweltschonend, leise und meist sehr handlich, benötigt jedoch eine Steckdose beziehungsweise ein langes Stromkabel. Die Vertikutierer mit Benzinmotor hingegen sind unabhängig von Energiequellen einsetzbar. Sie verursachen dafür allerdings Abgase und Geräusche.

 

Der Motor von Vertikutierern– egal ob nun elektronisch oder benzinbetrieben – lässt scharfe Federstahlmesser auf einer Welle rotieren. Die Messer schneiden dabei in in die Grasnarbe ein und reißen den Boden auf. So kann das Wasser wieder besser abtransportiert werden und der Rasen wird zu neuem Breitenwachstum angeregt. Moose und Unkraut werden dadurch verdrängt, die Belüftung sichergestellt und der Rasenteppich breitet sich mit der Zeit wieder aus.

 

Die Schnitttiefe kann dabei meist individuell eingestellt werden, sie sollte aber nicht mehr als 2 bis 3 Millimeter betragen, da der Rasen sonst nicht ohne Probleme weiter wachsen kann. Das Vertikutiergut (zum Beispiel Moos oder abgestorbene Gräser) wird in einem Auffangbehälter gesammelt, sodass man es später nur im Grünabfall entsorgen muss.

Wie arbeitet man richtig mit dem Vertikutierer?

VertikutiererAm besten ist es, den Vertikutierer das erste Mal im Frühjahr einzusetzen. Nach der Faustregel sollte man dann beginnen, wenn der Boden dauerhaft eine Temperatur über 8 Grad aufweist. Das Gras sollte bereits gut gewachsen und der Boden nicht zu nass sein. Um den Rasen relativ kurz zu schneiden, sollte er vorab einmal gemäht werden. Die Rasenfläche wird danach Bahn für Bahn überlappend vertikutiert. Liegen gebliebenes Material wie Gras, Moos oder Unkraut, das nicht im Behälter aufgefangen wurde, sollte sofort entsorgt werden. Danach wird der Vertikutierer dann quer zum ersten Durchgang geführt und auch dieser Abfall sofort von der Fläche entfernt.

 

Darauf sollte man außerdem achten:

 

  • Keinen zu jungen Rasen vertikutieren! Bei zu jungem Rasen haben die einzelnen Gräser noch keine ausreichend feste Wurzel und können dadurch ausgerissen werden.
  • Nur scharfe Messer verwenden! Bei abgenutzten Messern wird dem Rasen Schaden zugefügt oder die Arbeit war im schlimmsten Falle umsonst, da das Unkraut nicht richtig entfernt wird.
  • Zwischen den Vertikutierer-Einheiten immer genug Zeit lassen! Wenn man zu oft oder zu schnell hintereinander vertikutiert, kann die Grasnarbe geschädigt werden. Empfehlenswert ist ein bis zweimal im Jahr, vorzugsweise im Frühling und Herbst.
  • Bei Bedarf Dünger verwenden! Nach solchen Strapazen tut dem Rasen eine Düngung sehr gut, da er dadurch schneller wächst.
  • Bei Bedarf Rasensaat verwenden! Sollte eine lückige Grasnarbe auffallen, ist eine Nachsaat ebenfalls sehr sinnvoll.
  • Weder zu feuchten noch zu trockenen Rasen vertikutieren! Bei nassem Rasen wird das Gras schnell vollkommen rausgezogen, trockenes Gras ist hingegen geschwächt und kann sich in den Messern verheddern. Am besten ist es den Rasen kräftig zu gießen und dann einen Tag zu warten, bis die Feuchtigkeit aufgenommen wurde.

 

Bildquelle:

  • Preis.de
  • Bigstock/ Volokhatiuk