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Ratgeber Violinen & Violen

Wissenswertes über Violinen und Violen
Die Violine ist wohl allen besser unter dem Begriff Geige? bekannt. Früher bezog der Begriff Geige jedoch auch Bratschen, Celli, Kontrabässe und Gamben mit ein, sodass der Begriff Violine eingeführt wurde.

Aufbau und Spielweise
Bei der Violine handelt es sich um ein Saiteninstrument aus Holz. Die Violine ist mit vier Saiten aus Stahldraht ausgestattet, die im Vergleich zu anderen Saiteninstrumenten nicht direkt gespielt, sondern mit dem Bogen gestrichen werden. Der Bogen wird aus 190 bis 250 Haaren aus dem Hengstschweif bestimmter Pferderassen gefertigt.

Geschichte und Bedeutung
Die Geige spielt neben dem Klavier / Flügel eine entscheidende Rolle in der klassischen Musik und wird bis heute von Geigenbauern gebaut, der Bogen von einem Bogenbauer. Die Violine wurde urkundlich erstmals im achten Jahrhundert im spanisch-maurischen Raum erwähnt und stammt von der Fidel ab, die bis ins 16. Jahrhundert gespielt wurde.

Von der Schnecke bis zum Korpus
Eine Violine setzt sich aus einem circa 13 cm langen Hals und einem circa 14 cm weit über den Korpus ragenden Griffbrett zusammen. Das Griffbrett wird aus schwarzem Ebenholz gefertigt. Der Korpus selbst ist ein etwa 35 bis 36 cm langer Hohlkörper. Über den Sattel am Griffbrettende führen die Saiten zu den Wirbeln in den Wirbelkasten. Über die Wirbel wird die Violine gestimmt. Am Ende des Wirbelkastens sitzt die sogenannte Schnecke, an der man den jeweiligen Geigenbauer erkennt.

Holz für die Decke
Der obere Teil des Korpus wird Decke? genannt und meist aus feinjährigem Fichtenholz gefertigt und aus zwei Teilen geleimt. Das Holz stammt aus nährstoffarmen Boden in Hochgebirgsregionen und wird in der ersten Hälfte des Winters geschlagen, wenn sich noch möglichst wenig Saft im Stamm befindet. Anschließend wird es mehrere Jahre getrocknet.

Fertigung des Bodens, der Zargen, des Steges und des Bassbalkens und Stimmstockes
Der Rücken – der Boden? – wird meist aus Ahorn, alternativ aus Pappel oder Weide gefertigt und wird ebenfalls aus ein oder zwei Teilen verleimt. Die Seitenteile werden Zargen genannt und werden aus den gleichen Materialien wie der Boden und die Decke gefertigt und mit diesen nutverleimt. Auf die Decke ist der aus Ahorn gefertigte Steg aufgesetzt, über den die Saiten laufen und der als Brücke zwischen der schwingenden Saite und dem Resonanzkörper dient. An die Deckeninnenseite sind der Bassbalken sowie der Stimmstock geleimt.

Geigenlack und -leim
Die Violine wird lackiert und somit vor Umwelteinflüssen geschützt. Zudem werden dadurch die Schwingungseigenschaften konserviert, allerdings auch der Klang verändert. Es wird bestimmter Geigenlack eingesetzt. Als Leim kommt Heißleim aus Tierknochen und Tierhaut zum Einsatz. Aufgrund der Wasserlöslichkeit dieses Leims kann die Violine jederzeit auseinandergezogen werden, ohne dass Holz oder Lack beschädigt werden.

Schulterstütze und Kinnhalter und - die Spielkunst
Zur Erleichterung der Haltung ist die Violine mit einer Schulterstütze und einem Kinnhalter versehen. Die im Quintenabstand gestimmten Saiten heißen g, d, a und e. Besonders die ersten Versuche, eine Violine zu bespielen, bereiten oft Ohrenschmerzen. Um eine Perfektion zu erlernen, sollten Kinder bereits zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr mit dem Violinenunterricht beginnen.