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Ratgeber Wärmekissen

Wissenswertes über Wärmekissen
Wärmekissen gehören zu den Latentwärmespeichern, da diese thermische Energie speichern und bei Bedarf sehr verlustarm abgeben können. Außerdem ist es möglich diesen Wärmespeichersehr häufig zu regenerieren. Ein weiteres Beispiel für einen solchen Speicher ist ein einfacher Kühlakku.

Funktionsweise von Wärmekissen
Die Funktionsweise von Wärmekissen ist deutlich komplizierter als beispielsweise bei einem Kirschkernkissen, da hierbei eine chemische Reaktion ausgelöst wird. Diese Reaktion basiert auf der Enthalpie reversibler thermodynamischer Zustandsänderungen, wie sie beispielsweise beim Übergang vom festen in den flüssigen Aggregatszustand vorkommt. Beim Schmelzen werden Salze oder Paraffine freigesetzt, die sehr viel Wärmeenergie speichern können. Durch die Reversibilität kann diese beim Aggregatszustandswechsel wieder abgegeben werden.

Aufladen von Wärmekissen
Beim Aufladen wird das Wärmekissen in mindestens 58°C warmem Wasser gekocht. Ab dieser Temperatur beginnt das Speichermaterial zu schmelzen und wird flüssig. Erst einmal flüssig trotzt es auch Temperaturen, die deutlich unter 0°C liegen. Ab zirka -20°C beginnt das Kissen in einen metastabilen Zustand überzugehen, in dem kleine Änderungen keine Wirkung haben. Die Verwendung von Mikrowellen ist dabei nicht erlaubt, da das Kissen Platzen könnte und somit zerstört wäre. Aktiviert wird das Wärmekissen über ein kleines Metallplättchen, das ähnlich einem Knackfrosch funktioniert. Durch das drücken des Plättchens wird die Kristallisation ausgelöst, wobei die gespeicherte Wärme abgegeben wird, die etwa 58°C erreicht. Es herrscht also Verbrennungsgefahr. Erst wenn die vollständige Kristallisation abgeschlossen ist, stoppt auch die Wärmeabgabe. Auf diesem Wege kann die Hitzeabstrahlung je nach Wärmekissen bis zu mehreren Stunden anhalten.