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Kauftipps für Waschbecken

Sörens Tipps zu Waschbecken vom September 2016

 

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Ratgeber Waschbecken

Der Waschtisch gehört zur Grundausstattung eines jeden Badezimmers und dient der täglichen Körperpflege. Landläufig wird der Begriff Waschtisch synonym für den Begriff Waschbecken verwendet, dabei bezeichnen die beiden Begriffe genau genommen zwei verschiedene Bauarten von Sanitärporzellan. Während das Waschbecken lediglich zum einfachen Händewaschen oder Gegenstände reinigen gedacht ist, erfüllt der Waschtisch die Anforderungen für die Ausübung der täglichen Körperhygiene. Der Waschtisch bietet im Vergleich zum einfachen Handwaschbecken nämlich Ablageflächen für Kosmetikartikel und teilweise sogar eine eingearbeitete Seifenablage. In der Schweiz nennt man Waschtische Lavabos.

 

Vergleich Waschbecken - Waschtisch

Waschbecken

(Möbel-)Waschtisch

(Möbel-) Waschtisch

Das klassische Waschbecken oder auch Handwaschbecken findet sich in deutschen Haushalten, insbesondere in Gäste-WCs oder kleinen Räumen wieder. Der Waschtisch wiederum gehört zur Standardausstattung in Badezimmern und ist heute in zahlreichen Bauformen und Farben vorhanden. Der Trend heutzutage geht von einfachen ovalen Beckenformen immer mehr in Richtung elegante Möbelwaschtische und ausgefallene Designermodelle. War der Waschtisch früher noch ein standardisiertes Objekt aus weißer Keramik, ist er heute ebenso facettenreich wie andere Möbelstücke. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Becken selbst, sondern auch für die dazugehörigen Bad Armaturen. Auch hier haben sich die Hersteller davon entfernt einfach nur pragmatische Wasserspender herzustellen und gehen dazu über, elegante und schicke Armaturen zu entwerfen. 

In diesem Ratgeber geben wir dir einen Überblick über die verschiedenen Bauformen, Farben, Materialien und Trends von Waschtischen. Zu unserer aktuellen Kaufberatung für moderne Waschbecken/Waschtische geht es hier.

Die unterschiedlichen Waschtisch-Bauformen

Der Vorbauwaschtisch

VorbauwaschtischBeim Vorbauwaschtisch handelt es sich um den Klassiker in den deutschen Badezimmern. Früher hing in nahezu jedem Badezimmer und Gäste-WC ein Vorbauwaschtisch oder ein vorgebautes Handwaschbecken. In den modernen Badezimmern müssen die Relikte der alten Zeit häufig modernen Einbau-, Aufbau oder praktischen Möbelwasch- tischen weichen. Zwar sind die guten alten Vorbauwaschtische mittlerweile auch in modernen Formen und Farben verfügbar, allerdings lassen sie sich nicht so ideal in ein schönes Raumkonzept einbinden. Wer unter seinem Waschtisch einen Unterschrank anbringen möchte, wählt heutzutage meistens direkt eine Lösung mit einem Möbelwaschtisch und auch bei vielen anderen Gestaltungsideen trumpfen eher die vielfältigeren Aufsatz- und Einbaubecken auf. Der klassische Vorbauwaschtisch wird in den nächsten Jahren wohl mehr und mehr an Bedeutung verlieren, aber sicherlich nie ganz aussterben.

 

  

Der Einbauwaschtisch

Der Einbauwaschtisch ist in der heutigen Zeit sicherlich eine der beliebteren Bauformen unter den Waschtischen. Durch die Installation in eine feste Einbauplatte ergeben sich wunderbare Kombinationsmöglich- keiten verschiedener Materialien. So kann zum Beispiel ein weißes Keramikbecken in eine Holzplatte integriert oder ein Glasbecken in eine Marmorplatte eingelassen werden - der Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Einbauwaschtische gibt es sowohl in der klassischen runden bzw. ovalen Form, als auch in modernen Rechteckformen. Wenn du bei dir Zuhause im Bad ausreichend Platz hast, dann lassen sich mit Einbauwaschtischen besonders schöne Ideen mit zwei separaten Waschplätzen und einer großen Spiegelfront verwirklichen. Ein optischer Vorteil von Einbauwaschtischen bilden die Anschlüsse und Abläufe, die verdeckt sind und keinen störenden  Eindruck hinterlassen.

 

  

Der Möbelwaschtisch

Die Möbelwaschtische erfreuen sich in unserer Generation großer Beliebtheit und das nicht ohne Grund. Möbelwaschtische sehen nicht nur gut aus, sondern bringen einige Vorteile mit sich. Bei dieser Waschtisch- variante kann es sich entweder um eine Art Einbau- oder Aufsatzwaschtisch handeln, mit der Besonderheit, dass der Waschtisch direkt mit einem passenden Unterschrank kombiniert wird. Dadurch bieten sich ähnlich viele Kombinations- und Gestaltungsmöglichkeiten wie bei den Einbauwaschtischen. Außerdem sind auch bei dieser Bauart die Anschlüsse und Abläufe verdeckt. Zusätzlich bietet dir der Unterschrank viel Stauraum für Kosmetikartikel, Badutensilien, Handtücher und was es im Badezimmer sonst noch zu verstauen gibt. Die meisten Möbelwaschtische bieten zudem neben dem Becken eine angenehm große Stellfläche für Seife und andere Hygieneartikel, die du immer direkt griffbereit haben möchtest.

 

Der Aufsatzwaschtisch

Aufsatzwaschtisch, Einbauwaschtisch, Möbelwaschtisch - da kann man schon mal durcheinander kommen, zumal sich die Bauformen teilweise sehr ähnlich sind. Aufsatzwaschtische können sowohl mit Unterschränken kombiniert werden, was sie dann de facto zu Möbelwaschtischen macht, sie können allerdings auch wie die Einbauwaschtische, mit Einbauplatten kombiniert werden. Hier unterscheiden sich die Einbaubecken von den Aufsatzbecken einfach durch die Tatsache, dass das Aufsatzbecken auf die Platte gelegt bzw. nur halb eingelassen wird. Das bringt eine ganz andere Optik und ein anderes Raumgefühl mit sich, sorgt allerdings auch für einen höheren Aufwand beim Putzen. Bei den Aufsatzwaschtischen haben sich in den letzten Jahren besonders viele neue Trends entwickelt. Mittlerweile gibt es Varianten aus Glas, versteinertem Holz und anderen ausgefallenen Materialien.

Die verschiedenen Materialien

Keramik

Die Keramik beziehungsweise das Sanitärporzellan ist der Klassiker unter den Waschtisch-Materialien. Bis vor einigen Jahren bestand noch annähernd jedes Becken aus weißer, manchmal auch farbiger, Keramik. Dieses Material ist prädestiniert für Sanitärobjekte, da die glasierte Keramikoberfläche einen hygienischen und schmutzabweisenden Untergrund bietet und eine sehr lange Haltbarkeit aufweist. Das Porzellan ist ein Gemisch, das aus den beiden mineralischen Grundstoffen Ton und Kaolin gefertigt wird und durch starkes Erhitzen in einem Brennofen ausgehärtet wird. Das Porzellan wird im Sanitärbereich stets eine große Rolle spielen und ist auch heute noch der häufigste Vertreter bei den Materialien für Sanitärobjekte. In der Zukunft werden aber sicher weitere geeignete Materialien mit zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten ihren Weg in moderne Bäderwelten finden.

 

Naturstein/Marmor/Granit/versteinertes Holz

Waschbecken und Waschtische aus verschiedenen Natursteinen sind eher eine Seltenheit, aber gerade das macht sie auch zu einem besonderen Hingucker. Am bekanntesten und am weitesten verbreitet ist sicherlich noch das edle Modell aus Marmor, aber auch Materialien wie Granit oder versteinertes Holz sind auf dem Vormarsch. Stein als Naturwerkstoff ist in der Formgebung eingeschränkt und die Verarbeitung teilweise sehr aufwändig und zeitintensiv. Dadurch zählen Becken aus Natursteinmaterialien nicht unbedingt zu den preisgünstigsten Sanitärobjekten. Das Material ist allerdings unvergleichlich robust und wird seinen Käufer sicherlich überleben. Das harte Material gibt deinem Bad einen hochwertigen und rustikalen Look und sorgt für ein außergewöhnliches Raumgefühl. Durch Schleifen und Polieren bekommt das Material eine glatte Oberfläche, sodass kein enormer Putzaufwand entsteht – an die extrem glatten Eigenschaften von glasierter Keramik reicht das Steinbecken allerdings nicht heran.

 

Glas

Ein Werkstoff, der immer mehr an Bedeutung im Sanitärbereich gewinnt, ist Glas. Waschbecken und Waschtische aus Glas können ohne Probleme in unterschiedlichen Größen, Färbungen und Formen produziert werden und geben deinem Bad eine moderne und hochwertige Erscheinung. Sie lassen sich problemlos mit den verschiedensten Farben und Einrichtungen vereinen. Glas kann dabei nicht nur als Material für das Becken selbst fungieren, sondern auch als Material für die Trägerplatte oder Ablageflächen dienen. Glas bietet genau wie das Sanitärporzellan eine extrem glatte Oberfläche und gewährleistet so eine angenehm leichte Reinigung. Es lässt sich trotz moderner Nanobeschichtungen allerdings nicht hundertprozentig vermeiden, dass man Kalkflecken auf der Glasoberfläche sieht. Um dem entegenzuwirken, ist es ratsam mit einem Microfasertuch das Becken abzuwischen.

 

Kunststoffe

Werkstoffe, die wohl aus keinem Bereich der Moderne mehr wegzudenken sind, sind die Kunststoffe. Der Begriff Kunststoffe umfasst dabei eine unglaublich große Gruppe an synthetisch hergestellten Stoffen, die zum Teil sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen können. Im Bereich der Waschtische haben sich in den letzten Jahren Kunststoffe als Produktionsmaterial eine nicht zu unterschätzende Bedeutung verschafft. So haben zum Beispiel patentierte Kunststoffe wie Plexicor, Neolith, Tecnoril oder Geacryl Einzug in deutsche Badezimmer und Küchen erhalten. Die Kunststoffe bringen die gleichen Vorteile mit sich wie die anderen Werkstoffe. Sie haben eine glatte, schmutzabweisende und hygienische Oberfläche und sind resistent gegen Säureeinwirkungen. Sie sind relativ schlagunempfindlich und somit eine gut geeignete und günstige Alternativen zu anderen Materialien.

Die passende Form und Größe

Benötigst du ein Handwaschbecken für ein Gäste-WC oder suchst du ein großzügigen Waschtisch für die tägliche Körperpflege? Kleine Handwaschbecken gibt es schon ab ca. 35 cm Durchmesser, diese bieten sich allerdings wirklich nur für das gelegentliche Händewaschen an. Für moderne Waschtische gibt es kaum eine Grenze nach oben – heutzutage gibt es Waschtische von mehr als einem Meter Durchmesser und sogar noch größere Varianten unter den Doppelbecken. Wenn du dein Badezimmer also gern etwas pompöser gestalten willst, kannst du beim Waschtisch beginnen.

Auch bei der Form sind dir heute im Bereich der Sanitärobjekte kaum Grenzen gesetzt. War früher die ovale oder halbrunde Form absoluter Standard, kannst du heute deinen gestalterischen Ideen freien Lauf lassen. Rechteckig, Rund, halbrund, ovale oder modern abstrakte Formen die sich von den geometrischen Grundformen lösen – es ist nahezu alles verfügbar auf dem Markt. Welche Form dir besonders zusagt, ist natürlich Geschmackssache, hängt aber auch ein wenig von deinem Raumkonzept ab.



Bildquellen:

  • Bigstock/ tortoon
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Der Autor dieses Ratgebers ist Max und den wertvollsten Tipp gebe ich dir jetzt zum Schluss: Nimm dir genug Zeit und schau dir in Ruhe an, was der Markt so zu bieten hat. Die Möglichkeiten im Sanitärbereich haben sich in den letzten Jahren wirklich immens erweitert.