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Ratgeber Wasserwaagen

Wissenswertes über Wasserwaagen
Wer kennt das Problem nicht, der Kleiderschrank steht und das Bild hängt schief. Mit einer Wasserwaage passiert so etwas nie wieder. Denn eine Wasserwaage ist ein Prüfgerät, mit dem die Waagerechte und Senkrechte Ausrichtung eines Objektes überprüft werden kann. So kann sichergestellt werden, dass ein Objekt die gewünschte Ausrichtung aufweist.

Geschichte von Wasserwaagen
Die Geschichte von Wasserwaagen beginnt laut Aufzeichnungen bereits im alten Ägypten. Dort soll beim Bau von Pyramiden die erste Primitive Variante der Wasserwaage Verwendung gefunden haben. So hat man rund um das Baugelände einen Graben ausgehoben, der anschließend mit Wasser gefüllt wurde. Die Wasserlinie wurde dann als Schnittkante genommen und alles oberhalb wurde entfernt. Auf diese Weise konnten Abmessungen von 2 Zentimeter realisiert werden. In der Antike wurde dann eine sogenannte Setzwaage verwendet. Diese bestanden aus einem gleichschenkligen Dreieck, an dessen Spitze ein Senkblei als Lot befestigt war. Wenn das Dreieck auf einer vollständig waagerechten Fläche stand, zeigte das Lot genau in die Mitte der Dreiecksgrundfläche. Erst im Jahr 1661 wurde die erste Wasserwaage entwickelt, die der heutigen schon recht nahe kam. Jedoch wurden hierbei zwei bananenförmige Kapseln verwendet, deren Anwendung sehr schwierig war. Erst in den 1920er Jahren wurde die erste Waage entwickelt, auf die unsere heutigen aufbauen. In ihr war eine Kapsel, die nur minimal gekrümmt war.

Bauformen von Wasserwaagen
Die Bauformen können sich ganz deutlich voneinander unterscheiden. So werden Schlauchwaagen, Richtwaagen und Laserwasserwaagen voneinander unterschieden. Aber auch der Preis kann extrem abweichen. Im Discount sind oft günstige Wasserwaagen zu kaufen, die sehr ungenau sind und zum Teil schlecht justierte Libellen besitzen. Hierbei liegt die Abweichung oftmals bei mehr als 1mm/m, was sich gerade bei großen zu messenden Flächen erheblich bemerkbar macht.

Schlauchwaage
Bei einer Schlauchwaage handelt es sich um eine Sonderform der Wasserwaage. Bei dieser Variante wird ein mit Wasser gefüllter Schlauch verwendet, der an beiden Seiten offen ist. So kann das Prinzip der kommunizierenden Gefäße genutzt werden. Dieses besagt, dass in den beiden miteinander verbundenen Gefäßen, der Wasserstand gleichmäßig steigt. Das heißt, selbst wenn eines der beiden Gefäße deutlich größer ist als das andere, ist die Niveaulinie des Wasserspiegels immer auf der gleichen Höhe. Auf diese Weise können Messungen gemacht werden, die aufgrund der räumlichen Gegebenheiten mit einer regulären Wasserwaage nicht möglich wären.

Richtwaage
Im Maschinenbau werden Sonderformen der regulären Maurerwaage oder Wasserwaage verwendet, die eine deutlich kleinere Abweichung aufweisen als 1 Millimeter pro Meter. Das hat den Hintergrund, dass im Maschinenbau zum Teil Toleranzen im Mikrometerbereich angegeben sind. Deswegen müssen Richtwaagen hochgenau sein, um den Anforderungen des Sondermaschinenbaus Rechnung tragen zu können.

Laserwasserwaagen
Alternativ zur Schlauchwaage werden heute mehr und mehr Laserwasserwaagen eingesetzt. Im Gegensatz zur alternative kann diese Variante auch von einer Person allein benutzt werden. Dazu wird ein Stativ aufgebaut, auf dem die Waage aufgesetzt wird. Ist die Wasserwaage ausgerichtet, kann sie mittels des Laserstrahls die korrekte Höhe auf einer anderen Wand abbilden und von einer einzelnen Person übertragen werden.