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Ratgeber Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann

Symbolfigur für Weihnachten
Jedes kleine Kind kennt ihn, und wahrscheinlich genießt er weltweit einen Bekanntheitsgrad, auf den keine andere Figur oder Person zurückblicken kann: den Weihnachtsmann. Als Symbolfigur für die beschaulichtste Zeit des Jahres, dickbäuchig in seinem rot-weißen Outfit, mit Rauschebart und Sack über dem Rücken, in dem sich Geschenke oder auch Ruten befinden, versetzt der Glaube an ihn Kinder in allen Ländern der Erde in immenses Staunen, und allzu oft wird nach Auffinden der Geschenke vor dem Ofen neugierig in den Kamin geschaut, ob man noch ein Stück von ihm oder den Anblick seiner Rentiere – vor allem Rudolph - erhaschen kann. Der derzeitige Weihnachtsmann geht auf die Volkslegenden des heiligen Nikolaus zurück. Der heilige Abend als zugleich Bescherungstag, an dem das Christkind geboren wurde, rückte erst während der Reformation zum 24. Dezember. Der heute populäre Mythos des Weihnachtsmannes, der auf seinem fliegenden Schlitten von Haus zu Haus reist, geht zurück auf das im 19. Jahrhundert anonym veröffentlichte Gedicht The Night before Christmas.

Weihnachtsmann-Varianten
1) kulinarisch
Gegen 1820 entstanden erste aus Schokolade gefertigten Nikolaus-Figuren mit dem bekannten Bischof mit Mitra sowie Stab, welche etwa zwanzig Jahre später erstmals der inzwischen üblichen Form der charakteristischen Weihnachtsmannfigur angeglichen wurde. Zur Herstellung des Hohlkörpers wird flüssige heiße Schokolade in zwei Formen gegossen und im Schleudergussverfahren so oft gedreht, bis die Schokolade gleich verteilt und erkaltet ist. Mehr als 9000 Tonnen von Schokolade wird in Deutschland jedes Jahr zu ca. 100 Mio. Schokoladenweihnachtsmännern verarbeitet. Somit ist der Schokoladenweihnachtsmann an 2. Stelle hinter der Süßigkeit Osterhase.
b) dekorativ
In der Vorweihnachtszeit gestalten viele Haus oder Wohnung weihnachtlich – vor allem der Wohnbereich wird hier geschmückt, aber auch Tannenbäume im Garten festlich mit Lichtern behängt oder im Schlafzimmer Kerzen aufgestellt. Weihnachtsmänner gelten in unzähligen Formen und aus den verschiedensten Materialien ebenfalls als beliebte Accessoires neben Engeln, Räuchermännchen und Nussknacker. Ob aus plattem Metall zum Anhängen vor den Fenstern, aus Porzellan zum Aufstellen auf den Tisch oder aus praktischem Holz, naturverbunden und unzerbrechlich. Von Miniaturausgaben bis zu Plakaten mit lebensgroßen Zeichnungen trägt der Weihnachtsmann zum gemütlichen Adventssonntag bei.
3) studentisch
Schließlich gibt es noch die lebensechte Variante des Weihnachtsmannes – die Studenten oder andere meist männlche Personen, die sich in die typische Bekleidung des Weihnachsmannes hüllen und als solcher am Heiligabend an der Tür klingeln, um Kinder mit einer Tasche voller Geschenke zu überraschen. Farbliche Varianten gibt es bezüglich dieser Mode keine, denn Rot und Weiß sind obligatorisch. Doch wie lang der Bart, ob der Rucksack aus Jute oder Bauwolle, der Mantel aus Flanell oder Fleece – die Entscheidung liegt beim jeweiligen Weihnachtsmann selbst – oder den elterlichen Auftraggebern.

Bräuche und Volkslegenden
Glaube versetzt Berge, und bis in der Schule die Illusionen zerstört werden, herrscht unter Kindern unabdingbare Überzeugung bezüglich der Existenz des Weihnachtsmannes. Viele von ihnen schicken in der Adventszeit Briefe mit Wünschen an den Weihnachtsmann, und in zahlreichen Staaten werden diese in eigens eingerichteten Weihnachtspostämtern gesammelt und beantwortet. Weltweit gibt es unterschiedliche Annahmen und Traditionen über den Ursprung dieses rundlichen populären alten Mannes – in Lappland ersann man sich ihn in der Kleidung eines braunen Winterpelz mit Kapuze und mit einem Schlitten - auf Kufen, aber gezogen von Elchen -, weiter südlich waren die Nüsse im Sack besonders bedeutend, weil sie auf die lange Winterzeit vorbereiteten und als gehaltvolle und haltbare Nahrung gelten, in anderen Ländern symbolisiert die stets mitgeführte Rute die Fruchtbarkeit, und in Amerika tauchte der Weihnachtsmann als Santa Claus in einem Gedicht von C. Moore als rundlicher, lustiger Elf mit kleinem rundem Bauch, glitzernden Augen, roten Bäckchen, eine Nase ähnlich einer Kirsche, einem ganz langen schneefarbenen Bart, einer Pfeife sowie ganz in Fell gekleidet auf. Und ob der Zusammenhang der farblichen Gestaltung seiner Herrenbekleidung wirklich in Einklang mit dem globalen Coca-Cola Konzern zu bringen ist, der in seiner Werbung den modernen Weihnachtsmann erfolgreich vermarktet, wird wohl ebenfalls stets umstritten bleiben.