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Ratgeber für Wein und Spirituosen

Welcher Wein passt zu welchem Gericht?
Wein-Sorte Gericht
Rotwein bei deftigen Gerichten mit dunklem Fleisch (zum Beispiel bei Wild)
Weißwein bei Fisch, Meeresfrüchten und hellem Fleisch (zum Beispiel Pute oder Hähnchen)
Roséwein passt zu allem, für zwischendurch beim Abend mit Freunden
Klassifikation von Spirituosen
Klasse Sorten
Brände Obstbrände, Getreidebrände, Brände aus Wein
Geiste Himbeergeist, Schlehengeist
Aromatisierte Spirituosen Sambuca, Absinth, Steinhäger, Raki
Liköre Eierlikör, Kräuterlikör, Honiglikör, Lakritzlikör

Wein & Spirituosen - was zeichnet sie aus?

SpirituosenWein & Spirituosen gehören zu der Gruppe der alkoholischen Getränke, die den natürlichen Inhaltsstoff Ethanol enthalten. Dieser entsteht bei der Vergärung von zucker- und stärkehaltigen Lebensmitteln unter Zugabe von Hefe oder hefeartigen Baktertien. Bei diesem Vorgang erreicht man eine maximale Ethanolkonzentration von 15 %. Bei einem höheren Alkoholgehalt sterben die Bakterien ab, weshalb die Konzentration bei der Gärung nicht weiter steigen kann. Auf diesem Wege werden Biere, Weine und Schaumweine hergestellt. Wird die Ethanolkonzentration mittels Destillation erhöht, spricht man von Spirituosen, zu denen beispielsweise Schnaps oder Wodka gehören.

Wein & Spirituosen erfreuen sich auf der ganzen Welt an großer Beliebtheit - egal ob zum Weihnachtsbraten, beim gemütlichen Grillabend mit Freunden oder als Partygetränk in der Disco oder zum Geburtstag. Da es eine riesengroße Bandbreite an Spirituosen & Weinsorten gibt und vor allem auch sehr viele verschiedene Mixgetränke, ist es kaum möglich jede einzelne Sorte genau zu kategorisieren.

Der geschichtliche Hintergrund von Wein & Spirituosen

Wein & SpirituosenDem Menschen ist der Alkohol schon seit langer Zeit bekannt. So vergärten im alten Ägypten versehentlich zuckerhaltige Früchte, die dann gegessen wurden, was eine berauschende Wirkung auf das Volk ausübte. In den Anfängen wurde der Alkohol mit Wildhefe erzeugt, die Ethanolgehalte fielen dabei allerdings deutlich geringer aus. Den ersten konzentriertem Ethanol gewann ein persischen Naturwissenschaftler beim Destillieren von Wein. Zum ersten Mal gewann Johann Tobias Lowitz reines Ethanol durch Filtrierung von destilliertem Ethanol über Aktivkohle im Jahr 1796.

Inzwischen gewinnt man Ethanol überwiegend durch den Gärungsprozess aus Biomasse. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Zusatzstoffe hinzugemischt, sodass eine riesige Vielfalt an alkoholischen Getränken entstand.

Die Vielfalt der Weine

WeintraubenDer Wein ist sehr vielseitig und wohl eines der edelsten alkoholischen Getränke, das gern zum Essen oder in geselliger Runde am Abend getrunken wird. Hergestellt wird Wein aus dem vergorenen Saft von Weinbeeren, die meistens an Berghängen wachsen. Der Wein reift bei der Lagerung nach, sodass manche Weine erst nach Jahrzehnten getrunken werden. Die häufigsten Weine sind Rot- und Weißweine sowie Schaumweine, die aus Wein während einer zweiten Gärung entstehen. Sehr beliebt sind außerdem Perlweine wie Prosecco. Laut der EU- Gesetzgebung muss ein echter Wein mindestens 8,5 Volumenprozent Alkohol enthalten und aus Früchten der Weinrebe stammen.

Für echte Weinkenner gibt es sogar eine spezielle Fachsprache, die Weinsprache. Sie wird benutzt, um die Eigenschaften des vorliegenden Weins mitsamt seiner Inhaltsstoffe und Geschmackssorten zu beschreiben.

Ebenfalls als Weine werden folgende Geträneke bezeichnet:

  • Likör- oder verstärkte Weine: Durch das Zugeben von Weinbrand wird der Alkoholgehalt diesern Weine erhöht, was man auch als Aufspritung bezeichnet (zum Beispiel Sherry, Portwein, Madeira)
  • Schaumweine: Schaumweine haben einen hohen Gehalt an perlendem Kohlendioxidgas (zum Beispiel Champagner, Sekt, Winzersekt)
  • Nicht ausgegorener Wein: diese Weinart wird noch während der Gärungsphase getrunken (Federweißer, Neuer Wein)

Die Vielfalt der Spirituosen

SpirituosenDie Spirituosen sind besonders vielseitig und werden deshalb oft zum Mixen verschiedener moderner Getränke benutzt. Im Gegensatz zu Wein werden Spirituosen nach dem Gärvorgang noch weiter verarbeitet. Hier folgt eine einfache oder mehrfache Destillation, die auch als Brennen bezeichnet wird. Daraus leitet sich auch der Begriff Branntwein ab. Das Destillat wird zum Teil noch in Eichenfässern gelagert, wodurch die Flüssigkeit eine bräunliche Farbe annimmt. Allerdings ist mit dem Einlagern in Fässern der Prozess noch nicht beendet, da es sich bei dem Destillat nur um den reinen Alkohol handelt. Dieser wird vor dem Verkauf mit Wasser gestreckt, bis die Flüssigkeit einen Alkoholgehalt erreicht hat, der trinkbar ist. Einschließlich der Spirituosen-Mixgetränke lag das Gesamtangebot im Jar 2010 auf dem deutschen Markt bei knapp 700 Millionen Flaschen.

Die am häufigsten konsumierten Spirituosen sind unter anderen:

Besonders beliebt sind ebenfalls Alcopops, die besonders bei Jugendlichen großen Anklang finden. Meist bestehen Alcopops aus einer Mischung aus Limonade mit Wodka, Tequila oder Rum. Der Alkoholgehalt dieser Mixgetränke beträgt meist zwischen 5 und 6 Volumenprozent. Sie sind meistens sehr süß, sodass man den Alkohol kaum herausschmeckt. Der Zucker sorgt außerdem dafür, dass der Alkohol schneller in die Blutlaufbahn gelangt.


Die Wirkung von Wein & Spirituosen im Körper

Wirkung von Wein & SpirituosenAlkohol wirkt natürlich nicht bei jedem Menschen gleich, da dabei die Art des Getränkes, die persönliche Verfassung und viele andere Faktoren eine große Rolle spielen. Zu manchen Zeiten kann man jedoch besonders empfindlich auf Alkohol reagieren - zum Beispiel, wenn der Magen leer ist, man körperlich nicht fit ist oder Medikamente genommen hat. Alkohol wird im ganzen Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Das beginnt schon im Mund, da der Alkohol über die Schleimhäute direkt in das Blut geht und damit im ganzen Körper verteilt wird. Besonders bei warmen oder kohlensäurehaltigen Getränken wird der Alkohol schneller ins Blut aufgenommen und man wird schneller betrunken. Auch Zucker beschleunigt die Aufnahme ins Blut.

Der aufgenommene Alkohol beeinflusst die Wahrnehmung und die Aufmerksamkeit. Schon ein regelmäßiger maßvoller Alkoholgenuss wirkt sich auf das Nervensystem aus: das Blickfeld verengt sich, die Reaktionszeit verlangsamt sich und die Koordination wird stark beeinflusst. Außerdem hat der Alkohol Einfluss auf unser Verhalten und und die Gefühlslage. Forscher der Universität Stockholm haben herausgefunden, dass bereits 50 Gramm Alkohol am Tag bleibende Schäden hinterlassen können.


Doch das sollte euch natürlich nicht davon abhalten, Alkohol zu trinken: In Maßen und gelegentlich ist das natürlich völlig in Ordnung. Allerdings solltet ihr nicht über die Stränge schlagen und eure Grenzen kennen. Besonders Jugendliche unterschätzen die Wirkung des Alkohols auf den Körper oft, sodass es in den letzten Jahren immer mehr Alkoholvergiftungen auf großen Festen, zum Beispiel beim Oktoberfest, gab. Deshalb ist es besonders wichtig, den Alkohol nicht nur in Maßen zu trinken, sondern auch noch zwischendurch alkoholfreie Getränke, am besten Mineralwasser, zu sich zu nehmen.

Bildquellen:

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