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Ratgeber Weißwein

Wissenswertes über Weißwein
Weißwein ist ein alkoholhaltiges Getränk was überwiegend aus weißen oder gelben Trauben hergestellt wird. Bei einer Verarbeitung der Trauben ohne Schale kann sogar aus roten Trauben Weißwein hergestellt werden. Diese Art Weißwein bezeichnet man als Claret oder auch Champagner. Gut gekühlt ist Weißwein der ideale Begleiter zu hellen Fleischsorten und Fisch, eignet sich aber auch als Geschmacksträger für diverse Soßen und Süßspeisen. Zu Rotwein unterscheidet sich Weißwein in der Herstellung. Erhältlich ist Weißwein in den Varianten trocken, halbtrocken und lieblich.

Herstellung
Die Trauben werden zunächst geerntet und von den Stielen entfernt. Im Gegensatz zum Rotwein erfolgt direkt im Anschluss die Pressung und es wird keine Maische mit den Trauben angesetzt. Bei der Herstellung von Weißwein aus roten Trauben muss besonders sorgfältig und schnell gearbeitet werden, um die Schale und den Saft möglichst schnell zu trennen, damit sich der Wein nicht verfärbt. Dieser Prozess wird als Keltung bezeichnet. Anschließend wird der Most gefiltert, zum Beispiel durch das Zusetzen von Hefen, damit die trüben Teile im Most an die Oberfläche getrieben werden, um so den Most zu klären.

Nach einem Gärungsprozess erfolgt der Ausbau des Weins in Holzfässern, Stahltanks oder Barriques. Der Ausbau im Barriques ist wesentlich problematischer als bei Rotwein. Oftmals kann nicht genau bestimmt werden wann der optimale Zeitpunkt da ist um das Barrique zu öffnen. Im Gegensatz zum Rotwein kann ein kurzes überschreiten der Lagerzeit den Charakter des Weins bereits verderben. Grundsätzlich gilt, dass Weißweine weniger lagerfähig sind als Rotweine doch auch diese Weine benötigen nach dem Ausbau eine gewisse Reifezeit in der Flasche. Es gibt sogar einige Sorten die durchaus 25 Jahre und länger gelagert werden können.

Rebsorten für Weißwein
Weißweine werden aus verschiedenen Rebsorten hergestellt. Sehr bekannte Sorten sind beispielsweise Kerner, Müller- Thurgau, Riesling und Chardonnay. Der Kerner kommt aus dem Schwabenland und ist ein sehr kraftvoller Wein. Er passt hervorragend zu hellen Fleischsorten und Fisch. Der altbekannte Müller- Thurgau gedeiht auf besonders nährstoffreichen Böden und wird sehr jung getrunken. Durch seinen leichten, fast zarten Geschmack kann dieser Wein als Begleiter für Suppen und Nachspeisen empfohlen werden. Als Begleiter für Meeresfrüchte kann der spätreifende Riesling empfohlen werden. Der elegante Wein mit fruchtigem Aroma und pikanter Säure wird oftmals als König der Weißweine bezeichnet.

Der Chardonnay hat eine besonders hohe Qualität und wird mittlerweile als Edelrebe bezeichnet. Es ist weltweit der am meisten angebaute Wein auf einer Fläche von 175.000 Hektar. Er besticht durch seinen einzigartigen Geschmack nach Walnüssen und hat zum Teil auch eine leicht rauchige Note. Zudem gehört er zu den wenigen Weinen, die sich zum Ausbau in Eichenfässern eignen. Die Rebsorte stammt ursprünglich aus Burgund, genauer aus einer kleinen Gemeinde Namens Chardonnay. Er ist seit einigen Jahren stark auf dem Vormarsch und das nicht zuletzt wegen der Eigenschaft auf fast jedem Boden eine annähernd gleiche Qualität hervorzubringen. Ein Glas Chardonnay passt hervorragend zu Meeresfrüchten und Fisch. Sehr kräftige Varianten können zu Gebratenem und herzhaftem Käse empfohlen werden.