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Ratgeber Wickeln

Wissenswertes über Wickeln
Windeln werden zur Aufnahme von Urin und Kot verwendet. Sie finden bei Menschen jeden Alters ihren Einsatz, hauptsächlich jedoch bei Babys und Kleinkindern.
Es wird zwischen Einweg- und Mehrwegwindeln unterschieden.

Einwegwindeln / Mehrwegwindeln
Einwegwindeln bestehen aus einem Saugkern aus Zellstoffmaterial, der teilweise mit einem Superabsorber angereichert und von Vlies aus Polyester umhüllt wird. Die Einwegwindeln sind zum einmaligen Gebrauch bestimmt und werden nach der Verwendung weg geworfen. Sie werden in Höschenform gefertigt und mit Hilfe eines Klebestreifens befestigt.
Die ersten Einwegwindeln wurden von Victor Mills, einem Chemieingenieur von Procter & Gamble, in den 50er Jahren entwickelt und Pampers getauft.

Mehrwegwindeln sind meist aus Mulltüchern oder Molltontüchern aus Baumwolle hergestellt. Die Stoffwindeln wurden früher gewickelt, heute werden sie jedoch immer mehr den Einwegwindeln angepasst und lassen sich mit Klettverschluss oder Druckknöpfen verschließen. Sie werden im Vergleich zu den Einwegwindeln gewaschen und wieder verwendet.

Vor- und Nachteile der jeweiligen Windelform
Die Vorteile der Einwegwindeln liegen in der komfortablen und schnellen Entsorgung in den Müll und der hohen Saugkraft und Dichte der Windeln. Einige Windeln eignen sich sogar zum Schwimmen. Außerdem gestaltet sich das Wickeln deutlich einfacher und die Windeln sind dünner als Stoffwindeln und lassen sich so besser kaschieren.
Die Nachteile der Einwegwindeln liegen darin, dass sie weniger atmungsaktiv als natürliche Fasern sind, wodurch es zu einem Hitzestau und somit zu wunden Stellen und evtl. zu Windeldermatitis kommen kann. Zudem sind die Kosten und das Müllaufkommen der Einwegwindeln deutlich höher.

Die Vorteile der Mehrwegwindeln liegen in den atmungsaktiveren Materialien. Dazu sind sie die eindeutig kostengünstigere Alternative und schützen die Umwelt, indem nicht so viel Müll produziert wird. Mittlerweile gibt es außerdem schon Wäschedienste für Windeln, die Ihre Windeln sogar von zu Hause abholen. Die Nachteile sind die geringere Saugfähigkeit, die komplizierten Wickeltechniken, der hohe Waschaufwand und die engere und dickere Wicklung.

Wickelzubehör
Ein weiterer Nachteil der Einwegwindeln (sowie auch der Stoffwindeln, wenn sie nicht sofort ausgewaschen werden) ist die starke Geruchsentwicklung. Diesem Problem haben sich verschiedene Hersteller angenommen und Windeleimer entwickelt, die mit einem großen Platzangebot der Anzahl der Windeln gerecht werden und außerdem den Geruch sicher verschließen.

Im Idealfall verfügt man über eine Wickelkommode, auf der, mit einer Wickelauflage ausgestattet, das Baby bequem liegen kann und vor dem Herunterfallen geschützt ist. Ein weiterer Vorteil einer Wickelkommode ist, dass man alle benötigten Materialien wie Windeln, Cremes, Puder u.ä. in greifbarer Nähe hat. Sollte der Platz für eine Wickelkommode nicht vorhanden sein, gibt es Wickelauflagen, die beispielsweise auf das Kinderbett oder auch die Badewanne aufgelegt werden können.

Und auch der Mobilität der Mütter hat man sich angepasst und u.a. eine Wickeltasche mit etlichen Fächern für das Wickelzubehör und einer Wickelunterlage zum Ausrollen konzipiert.

Sollte es schließlich an der Zeit sein, dass Ihr Kind selbstständig die Toilette aufsucht, so wird auch dieser Prozess mit zahlreichen Hilfsmitteln unterstützt. Ob ein auf die Größe des Kindes angepasster Toilettensitz oder eine eigene kleine Toilette oder ein Töpfchen sowie sog. Toilettentrainer – auch hier sind der Kreativität der Hersteller keine Grenzen gesetzt.