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    Ratgeber Winterreifen

    Was sind die Besonderheiten von Winterreifen?
    Weiche und elastische Gummimischung
    Besonders kälteresistent
    Spezielles Profil mit extra breiten Rillen

    Verhindern Aquaplaning

    Bessere Bodenhaftung als mit Sommerreifen (bei niedrigen Temperaturen)

    Über Winterreifen

     

     

    Auf Grund einer speziellen Gummimischung, welche weicher und elastischer ist als bei Sommerreifen, sind Winterreifen besonders für niedrige Temperaturen, Schnee und Glatteis geeignet. Dieses Material verhärtet weniger schnell und ist besonders kälteresistent. Ein spezielles Profil mit besonders breiten Rillen transportiert Nässe rasch ab und verhindert so gefährliches Aquaplaning. Eine bestmögliche Bodenhaftung wird dadurch sichergestellt. Zusätzliche Lamellen, ermöglichen die Verzahnung mit dem Untergrund, wie beispielsweise Schnee.

    Durch die Abkürzung M+S (Mud and Snow = Matsch und Schnee) werden derartige Reifen gekennzeichnet. Da diese Angabe jedoch nicht geschützt ist, findet man sie auch auf nicht wintertauglichen Reifen. Eine etwas neuere Markierung – Three-Peak-Mountain – soll diese Ungewissheit ändern. Sie wird von der amerikanische Straßenbehörde NHTSA ausschließlich an Reifen mit einer gewissen Mindesttraktion vergeben und soll den Autofahrern so mehr Sicherheit gewähren.

    Eine, auf das Wetter abgestimmte Bereifung, ist in Deutschland seit Ende des Jahres 2010 verpflichtend. (für mehr Info siehe unten)

     

     

    Perfektes Produkt

    Die passende Reifengröße für den eigenen Wagen kann ganz einfach im Fahrzeugschein oder, bei neueren Fahrzeugen, in der Zulassungsbescheinigung nachgeschaut werden. Ebenfalls ist diese Kombination aus Zahlen und Buchstaben auf jedem Reifen vermerkt und kann so ganz einfach abgelesen werden.


    Steht dort zum Beispiel 225/55 R16 95H bedeutet dies:


    • der Reifen hat (im unbelasteten Zustand) eine Gesamtbreite von 22,5 Zentimetern

    • das Verhältnis zwischen Reifenbreite und -höhe liegt bei 55%

    • es handelt sich um einen Radialreifen, auch Gürtelreifen genannt

    • der Durchmesser der Felge beläuft sich auf 16 Zoll

    • der so genannte Loadindex, welcher die Tragfähigkeit eines einzelnen Reifen beschreibt, ist 95 – dies sind 690 Kg (siehe Tabelle)


      Maximallast je Reifen (kg) 218 250 290 335 387 450 515 530 545 560 580 600 615 630
      Loadindex 55 60 65 70 75 80 85 86 87 88 89 90 91 92
      Maximallast je Reifen (kg) 650 670 690 710 730 750 775 800 825 850 875 900 925 950
      Loadindex 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106
      Maximallast je Reifen (kg) 975 1000 1030 1060 1090 1120 1150 1180 1215 1250 1285
      Loadindex 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117

       

    • der Buchstabe H bezieht sich auf den Speedindex und legt die maximale Geschwindigkeit des Reifens auf 210 km/h fest


      Max. Geschwindigkeit (km/h) 100 110 120 130 140 150 160 170 180 190 200 210 240 210 270 240 300
      Speedindex J K L M N P Q R S T U H V VR W ZR Y

      Die maximal zulässige Geschwindigkeit der meisten Winterreifen liegt bei 190 km/h – also bei einem Speedindex der Klasse T. Es können jedoch – im Gegensatz zu den Sommerreifen – auch Reifen mit niedrigerem Speedindex als die Höchstgeschwindigkeit des Wagens montiert werden. In diesem Falle muss in Deutschland jedoch ein Aufkleber mit dem Maximaltempo im Blickfeld des Fahrers angebracht werden.


    Reifenwechsel

    Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen liegt etwa im Oktober. Die recht einfach zu merkende Regel „O bis O“ - also Oktober bis Osten – gibt einen Anhaltspunkt. Eigentlich sollte man sich jedoch viel mehr am Wetter als am Datum orientieren. Fallen die Temperaturen unter 7°C empfiehlt sich das Aufziehen von Winterreifen. Spätestens bei Wintereinbruch, d.h. Bei Frost und Schnee sollten die wintertauglichen Reifen allerdings montiert sein.

     

    Beim Aufziehen der Winterreifen gibt es einige Besonderheiten zu beachten, denn diese verfügen über eine vorgeschriebene Laufrichtung, die mit einem Pfeil, der die Aufschrift Rotation trägt, gekennzeichnet ist. Montiert man die Reifen falsch, können Wasser und Matsch, welche sich vor diesem aufstauen, durch die Profilrillen schlechter von der Lauffläche abtransportiert werden. Zudem empfiehlt es sich, Winterreifen mit 0,2 bis 0,3 bar mehr Reifendruck als vom Hersteller angegeben zu fahren – allerdings nur bei trockener Fahrbahn. Die Erklärung hierfür: Bei niedrigen Temperaturen erwärmen sich die Reifen kaum und der Luftdruck steigt deutlich weniger an als im Sommer. Bei Schnee und Matsch hat sich ein niedrigerer Druck der Reifen jedoch als positiv erwiesen.

    Lebensdauer

    Der ADAC empfiehlt bei Winterreifen eine minimale Profiltiefe von 4 mm, um so eine optimale Haftung zu gewährleisten. Jedoch verhärtet die spezielle Gummimischung mit der Zeit auch und die Hafteigenschaften lassen nach. Daher sollten, auch wenn die Profiltiefe noch ausreichend ist, nach sechs Jahren die Reifen spätestens erneuert werden.

    Tipp: Zur Überprüfung der Profiltiefe stecken Sie ganz einfach eine 2 Euro Münze in die Profilrille. Bleibt der silberne Rand verdeckt, ist Ihr Reifenprofil noch ausreichend.

    Gut zu wissen: Bei höheren Temperaturen ist der Abrieb des weichen, elastischen Materials stärker als in der kalten Jahreszeit – außerdem ist der Bremsweg mit Winterreifen im Sommer deutlich länger. Ein Reifenwechsel ist daher nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern aus Gründen der Sicherheit sehr zu empfehlen.

    Gesetzliche Regelung

    Seit Dezember 2010 sind M+S-Reifen bei winterlicher Witterung gesetzlich verpflichtend. Ein bestimmter Zeitraum, in welchen diese Reifen benutzt werden müssen, ist in der StVO jedoch nicht festgelegt. Der Begriff „Winterreifen“ wird ebenfalls nicht explizit erwähnt. Das Fahren mit Ganzjahresreifen – auch Allwetterreifen genannt – ist daher genauso zulässig. Wird man ohne passende Bereifung von der Polizei kontrolliert drohen bisweilen recht hohe Busgelder. Im Falle eines Unfalls riskiert man sogar eine Zahlungsverweigerung von Seiten der Kaskoversicherung, wenn die falsche Bereifung Grund für den Unfall war.


     

    Bildquellen:

     


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