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Ratgeber Wund Antiseptikum

Wissenswertes über Wund-Antiseptikum
Ein Antiseptikum ist ein medizinisches Mittel, um Wundinfektionen und damit eine mögliche Sepsis oder umgangssprachlich auch Blutvergiftung zu verhindern. Nach dem Auftragen bekämpft das Antiseptikum innerhalb einer kurzen Zeit die vorhandenen Krankheitserreger in der Wunde ohne dabei auf den Körper des Patienten schädigend einzuwirken.

Die geschichtliche Entstehung von Wund-Antiseptikum
Bereits im 18. Jahrhundert wurde der Begriff Antisepsis durch den britischen Arzt John Pringle eingeführt. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhundert wurde durch Sir Joseph Lister erstmals das wirksame Antiseptikum Karbolsäure? verwendet. Die gilt bis heute als Wendepunkt in der Krankenhaushygiene und in der Chirurgie. Erstmals konnten aktiv Wundinfektionen vermieden und behandelt werden. Das Mittel wurde später wegen der starken schädlichen Nebenwirkungen durch andere ersetzt. Das erste wirkungsvolle und nebenwirkungsfreie Antiseptikum war das Povidon-Iod, das etwa 1960 auf den Markt kam.

Die Wirkungsweise von Wund-Antiseptikum
In einem ersten Schritt verfügt ein Antiseptikum über eine geringe Oberflächenspannung. Dadurch kann es sehr gut in Hohlräume und Falten eindringen. Zudem wirkt es durch eine Proteinfällung und weiterer Wechselwirkung mit dem Stoffwechsel der Krankheitserreger. Transiente Keime, also Keime, die von der Umgebung aufgenommen werden, sollen dabei innerhalb von einer Minute deutlich in ihrer Anzahl reduziert werden. Residente Keime, also Keime, die in erster Linie zu den hauteigenen Bakterien gehören, sollen dabei innerhalb von 5 Minuten bekämpft werden.

Die verschiedenen Wund-Antseptika
Die Wirkung eines Antiseptikums hängt von der Menge und der Einwirkdauer ab. Um bereits vorhandene Keime antiseptisch zu vernichten, sind größere Mengen notwendig als für eine bloße Verhinderung der Ansiedlung neuer Erreger (aseptisch). Genauso muss beachtet werden, dass die Verdünnung der Lösung eine Rolle spielen kann zwischen einer aseptischen und antiseptischen Wirkung. Weiterhin ist die Wirkungsweise des Mittels hinsichtlich der verschiedenen Keimarten nicht gleichstark. Mag es gegen Bakterien noch ganz gut wirken, so ist es eventuell gegen Sporen, Viren oder Pilze völlig wirkungslos. Für die Anwendung im Bereich der Haut und der Schleimhäute sind in erster Linie Chloramin T, Alkohole und Iod besonders geeignet.