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Ratgeber Wundverband

Wissenswertes über den Wundverband
Ein Verband kommt bei vielen diversen äußerlichen Behandlungstechniken zum Einsatz. Eigentlich ist unter einem Verband das Abdecken von Wunden mit speziellen Wundauflagen zu verstehen. Jedoch entstanden im Laufe der Zeit noch einige andere Verbandsarten wie beispielsweise Gipsverbände, Kompressionsverbände, Okklusivverbände oder Wickel.

Die geschichtliche Entwicklung vom Wundverband
Die Menschheit nutzt den Verband wahrscheinlich schon seit Urzeiten zur Wundbehandlung. Genaue Daten lassen sich aber leider nicht ermitteln. Jedoch gab es bereits bei den alten Griechen eine fortgeschrittene Verbandstechnik, gerade hinsichtlich der hygienischen Bereiche. Genauere Details sind aber leider nicht bekannt.

Im Laufe der Zeit bildeten sich aber auch sehr gewagte Normen hinsichtlich der Verbandstechniken, da Kenntnisse im mikrobiologischen Bereich noch nicht gegeben waren. In der weiteren Entwicklung wurde vor allem Wundverbänden aus Baumwolle und Leinen Vorzug gegeben, da es möglich ist sie zu sterilisieren. Die sogenannte trockene Wundbehandlung, also die Verwendung trockener und steriler Verbandsmaterialien, wurde langsam, ab Mitte des letzten Jahrhunderts, durch die feuchte Wundbehandlung ersetzt. Es kamen neuartige Verbandsmaterialien zum Zuge, mit dem Ziel ein feuchtes Wundklima zu erhalten und so die Heilung zu beschleunigen.

Anforderungen an den Wundverband
Der Wundverband sollte einige Anforderungen erfüllen, damit eine schnelle Wundheilung gewährleistet werden kann. Er sollte nicht mit der Wunde verkleben oder Fasern beziehungsweise Fremdkörper abgeben. Das feuchte Wundmilieu sollte erhalten werden, gleichzeitig muss trotzdem ein Gasaustausch möglich sein. Natürlich dürfen auch keine weiteren Keime eindringen. Außerdem schützt der moderne Verband eine Wunde vor mechanischen Einwirkungen, einer Besiedlung mit Keimen und der Austrocknung.

Der moderne Wundverband
Der moderne Wundverband besteht aus einer Wundauflage und einem Mittel für die Fixierung. Als Wundauflage werden heute Alginat-Kompressen, Hydrokolloide oder besondere Schaumstoffsorten verwendet. Ein Verkleben mit der Wunde wird damit unterbunden. Zur Fixierung werden elastische Binden oder auch spezielle textile Netzschläuche eingesetzt. Teilweise sind diese Verbandmaterialien auch selbstklebend. Durch den Fortschritt im Bereich der atmungsaktiven Folien können Wundauflagen auch direkt mit einer Klebefolie fixiert werden. Ein aufwendiges Verbinden entfällt und die Beobachtung des Heilungsverlaufs fällt leichter.