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Ratgeber Wundversorgung

Wissenswertes über die Wundversorgung
Eine Wunde ist eine Verletzung des Gewebes an inneren oder äußeren Körperoberflächen. Wunden entstehen teilweise durch Krankheit und teilweise durch äußere Gewalt. Entstanden durch Unfälle, Unachtsamkeit oder durch Operation oder sonstige Einwirkungen kann in verschiedene Wundarten unterteilt werden, seien es Schnitt-, Stich-, Hieb-, Biss-, Schürf-, Riss-, Platz- oder Brandwunden et cetera. Hierfür ist die Wundversorgung zuständig.

Grundlegendes
Eine äußere Wunde, also eine Verletzung der Haut als Barriere gegen bakterielle Infekte, muss je nach Ausdehnung und Keimfreiheit mit einer Wundversorgung unterschiedlich behandelt werden. Oberflächige Wunden, wie beispielsweise Schürfwunden haben nur die obere Hautschicht verletzt, während Schnitt- oder Platz- oder Risswunden durchaus bis in das Unterhaut-Fettgewebe oder gar darunter reichen können. Eventuell können auch Sehnen oder ähnliches in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Aseptische Wunden heilen sehr viel schneller, da Wundinfektionen erheblich die Heilung stören. Des Weiteren sind große Wunden sehr viel gefährlicher als kleine und machen die Wundversorgung umso schwieriger. Dies gilt besonders im Bereich der Verbrennungen. Auch der Ort der Verletzung spielt eine erhebliche Rolle für die Heilung. Stellen, die weniger bewegt werden, heilen sehr viel besser als jene die immer unter Spannung stehen.

Die Wundversorgung
Unter Beachtung dieser Punkte kann mit der Wundversorgung, beziehungsweise der ersten Hilfe begonnen werden. Bei leichteren Verletzungen, wie etwa einer Schürfwunde, sollte die Wunde, falls sie verschmutzt ist, mit kaltem Wasser ausgewaschen werden. Fremdkörper in der Wunde sollten vorsichtig und mit möglichst desinfizierten Instrumenten, wie etwa einer Pinzette, entfernt werden. Schürfwunden können hervorragend an der Luft heilen. Zur Förderung können noch Wundheilgele und Verbände benutzt werden.

Blutende Platzwunden oder auch Schnittwunden sollten zuerst gestillt werden. Durch den Druck auf die Wunde mit einer sterilen Kompresse oder einem Tuch in Verbindung mit dem hohen Lagern des verletzten Körperteils, sollte dies schnell passiert sein. Im anderen Fall muss ein Druckverband angelegt und Hilfe geholt werden. Wunden im Gesicht sowie größere und blutende Wunden sollten unbedingt innerhalb von 6 Stunden durch einen Arzt behandelt werden, da sie eventuell genäht werden müssen.

Die Verletzung sollte, mit beispielsweise Wundheilgel und einem Verband, versorgt werden. Durch die feuchte Wundversorgung wird die Verletzung schneller abheilen. Zudem wird eine Barriere gegen Keime von außen gebildet. Weiterhin sollte man immer den Impfstatus im Hinterkopf behalten. Bei fehlender Grundimmunisierung oder einer Dauer von mehr als 10 Jahren seit der letzten Tetanusimpfung sollte aufgefrischt werden.

Infizierte Wunden (Bisswunden, stark verschmutze Wunden, Verletzung durch einen Holzsplitter sowieso und eiternde Wunden) sollten von einem Arzt behandelt werden. Ein Verbandswechsel muss täglich stattfinden, Wundspülungen und Wundsalben wirken bei der Säuberung der Wunde unterstützend und sind meistens eine gute Wahl bei der Wundversorgung.