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Ratgeber Zangen

Wissenswertes über Zangen
Zangen sind Werkzeuge, die mit zwei Schenkeln ausgestatten sind, die wiederum, je nach Zangenart, mit unterschiedlich großen und unterschiedlich geformten Wirkstellen ausgestattet sind. Zur effektiven Kraftentfaltung nutzen Zangen das Prinzip der Hebelwirkung. Je nach Verwendungsbereich und Gewerk werden zahllose Varianten von Zangen produziert, die alle mehr oder weniger vom Grundtyp der Zange abweichen.

Geschichtlicher Hintergrund von Zangen
Die ersten Zangen waren bereits im antiken Griechenland bekannt. Dies geht aus Malereien auf Vasen hervor, die den Gott der Schmiede und des Feuers Hephaistos mit einer Zange zeigen. Dieser wurde von zirka 800 vor Christus bis kurz vor Christi Geburt verehrt, weshalb man die Vasen auf diese Zeit zurück datieren kann. Die ältesten gefundenen Zangen scheinen zum Bewegen und Greifen von heißen Gegenständen wie beispielsweise Kohlen oder Tiegeln gedacht zu sein. Erst die Entwicklung der einzelnen Handwerkszweige und das technische Voranschreiten der Techniken bis heute, brachten immer neue Zangentypen hervor.

Funktionsweise von Zangen
Die Funktionsweise von Zangen entspricht im Groben der einer Schere. Um jedoch diese zu verstehen, sollte man wissen aus welchen Teilen eine Zange oder eine Schere grundlegend besteht. Zum einen der Griff, der die Kraftübertragung und einen rutschfesten Griff sicherstellen soll. Anschließend das Gelenk, das die Schnittstelle zwischen Griff und Schneide beziehungsweise Zangenkopf darstellt. Je nach Entfernung des Gelenkes von der einen beziehungsweise der anderen Seite ist die Kraftübertragung bemessen. Dabei stellt der Griff in der Regel den größeren Hebel dar, um eine möglichst große Hebelwirkung zu erreichen. Zuletzt noch die Schneide oder der Zangenkopf an dem sich die Wirkstellen befinden. Im Gegensatz zur Schere gleitet diese bei einer Zange niemals Vollständig vorbei.

Einteilungen von Zangen
Die meisten Werkzeuge von Handwerkern lassen sich ihren Verrichtungen genau zuordnen, während es keine spezifischen Verrichtung für Zangen gib. Das hat den Hintergrund, dass die Einsatzgebiete und die Vielfalt nahezu unendlich sind. Grundlegend können jedoch vier Typen nach ihrer Funktion unterschieden werden. Die erste Funktion in der Reihenfolge ist dabei die Zangenart, die eine haltende oder greifende Funktion aufweist. Die nächste Art ist zum schneiden oder trennen gedacht. Die dritte Variante ist die Art, die eine formende oder verformende Funktion aufweist. Die letzte Zangenvariante kombiniert meistens zwei der vorhergehenden Funktionen in einer Zange. Das beste Beispiel hierfür ist die Kombizange, die sowohl greifen als auch schneiden kann.

Zangen in der Medizin
In der Medizin finden ähnlich wie im Handwerk Zangen mit vielen unterschiedlichen Funktionen Anwendung, wobei diese meist aus korrosionsarmen Stahl gefertigt werden. Die verschiedenen Zangen unterschieden sich auch hier von Fachbereich zu Fachbereich. So werden in der Chirurgie Tupferzangen und in der Zahnmedizin Extraktionszangen eingesetzt.