Intel E8400 Wolfdale: Neuer Stern am Prozessorhimmel?

Foto: Intel
Wieder mal steht Intel kurz vor der Veröffentlichung einer neuen Prozessorgeneration. Der Name: Penryn. Auffälligstes Merkmal: Neue Transistoren in 45 Nanometer Größe. Den Geräten aus der E8000-Serie scheint dabei ein seltenes Kunststück zu gelingen: Erste Preismeldungen der Online-Shops deuten auf günstigere Preise als bei den Vorgängermodellen hin, und das bei größerer Leistung und geringerem Stromverbrauch. Der E8400 könnte dabei zum neuen Star werden, zumindest was Popularität und Verkaufszahlen angeht. Zwar verfügt er nicht über den Esprit, welchen derzeit die Quadcores mit ihrem Technologievorsprung ausstrahlen. Da aber die wenigsten Anwender momentan die zusätzlichen Reserven der Vierkerner leistungsmäßig brauchen respektive softwareseitig nutzen können, werden sich nicht viele den ungleich höheren Kosten beugen wollen.
Zumal der E8400 mit zweimal 3 GHz nicht unbedingt schwachbrüstig, sondern bereits auf dem Niveau des alten Core 2 Duo-Topmodells E6850 auftritt. Auch der FrontSideBus liegt mit 1.333 MHz auf dem selben Level. Beim L2-Cache beginnen allerdings die Unterschiede, der neue Core 2 Duo hat hier mit zweimal 3 MB 50 % mehr zu bieten als sein Vorgänger. Die Architektur ist hingegen vollständig neu. Alle mit Namen Penryn ausgelieferten Kerne werden in den aktuellen Fertigungsprozessen mit Transistoren in 45 nm Größe hergestellt. Das hat den Vorteil, dass auf der selben CPU-Fläche deutlich mehr Transistoren Platz finden als bei der alten Größe von 65 nm. So bieten sich mehr Ressourcen für die Weiterentwicklung. Ebenfalls neu sind die Betriebsmodi C2E und C4E (Sleep/Deeper Sleep), die die Leistungsaufnahme bei nicht genutzten Kernen noch weiter senken sollen. Hier fehlt allerdings noch die breite Unterstützung durch die Mainboard-Hersteller, sobald diese alle Features unterstützen, werden die Prozessoren auch schneller in die Stromsparmodi wechseln können.
Nachdem die ursprünglich für den 20.01.2008 geplante Auslieferung nicht gehalten werden konnte, werden die Prozessoren nun im Laufe des Januars bei den Händlern erwartet. Während der mit 3,16 GHz getaktete E8500 dabei zurzeit bei den Vorankündigungen bei rund 240 Euro liegt, kommt der E8400 mit Preisen ab 160 Euro vergleichsweise günstig daher. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, hält man das Vorgängermodell E6850 dagegen, für das die Händler immer noch über 210 Euro verlangen. Es ist daher nicht allzu schwierig vorauszusehen, dass der 8400er bei diesem Preis-/Leistungsverhältnis ein echter Hotseller werden dürfte.








Schreibe einen Kommentar!