OQO E2: Windows Vista im Handtaschenformat


Foto: OQO

Die meisten Handys bieten heutzutage Internetzugang, schon einen Schritt weiter gehen Smartphones und PDAs, über die gleich noch grundlegende Bürofunktionen zur Verfügung stehen. Wer das noch nicht ausreichend findet, den Griff zum Laptop aber scheut, dem bietet sich seit einiger Zeit der Ultra-Mobile PC als Alternative an. Auf engstem Raum werden hier teilweise beeindruckende Leistungen geboten, bis hin zum vollwertigen PC-Ersatz mit Windows Vista, wie im Fall des OQO E2.

Der E2 war bei seinem Erscheinen auf der CES Anfang 2007 mit nur 450 Gramm der kleinste Windows Vista-PC der Welt. Der kompakte Amerikaner ist nach wie vor das einzige Produkt der in San Francisco beheimateten Firma OQO und nun seit kurzem auch in Europa erhältlich. Als extrem mobile Lösung mit einem leichten Magnesium-Gehäuse und einem Slider-Mechanismus, der eine vollständige Tastatur freigibt, dürfte dem mobilen Computing nichts mehr im Wege stehen.

Diese Ansicht verstärkt sich bei einem Blick auf die Eckdaten: Als Herzstück kommt ein VIA ULV-Prozessor mit 1,5 oder 1,6 GHz zum Einsatz. ULV steht für Ultra Low Voltage, wie bei den Intel-Pendants soll damit ein besonders stromsparender Betrieb möglich sein. Zusätzlich ist ein Chip für die im WLAN verwendete AES Verschlüsselung verbaut. Für die Grafik sorgt das ebenfalls von VIA stammende Chipset VX700, als Speicher wird ein Teil des RAMs verwendet: 1 GB DDR2 steht hier zur Verfügung, getaktet mit 533 MHz. Als Massenspeicher werden 60, 80 oder 120 GB verbaut, die Platten sind stoßgeschützt und mit einer Technologie namens Drop Detect ausgestattet: sobald ein Sensor feststellt, dass der E2 sich im freien Fall befindet, wird vorsorglich die Festplatte abgeschaltet, um den Schaden zu begrenzen. Alternativ ist ein 32 GB Solid State Drive verfügbar, dieser dürfte sich mangels beweglicher Komponenten im mobilen Einsatz noch besser schlagen. Als User-Interfaces kommen ein Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung und ein fünf Zoll-Display mit 800 x 400 Pixeln zum Einsatz. Gesteuert wird über einen Track Stick, der im Keyboard integriert ist. Da der E2 vor allem auf den mobilen Einsatz ausgelegt ist, fällt die Anzahl der Schnittstellen und Verbindungsmöglichkeiten beachtlich aus. WLAN und Bluetooth sind an Bord, optional kann auch über GPRS, EDGE, UMTS oder HSDPA kommuniziert werden. Zudem wurde vor wenigen Wochen auf der CES ein E2 mit WiMax-Unterstützung präsentiert. Externe Monitore können über VGA, DVI oder HDMI angesprochen werden, dann liegen bis zu 1.920 x 1.200 Pixel an. Weitere Verbindungsmöglichkeiten stehen über USB, Ethernet, 3,5 mm-Klinke und Line Out zur Verfügung. Die Akkukapazität wird mit 4.500 mAh angegeben, was für rund drei Stunden Betrieb reichen soll. Alternativ kann ein Modell mit doppelter Kapazität erworben werden.

Beitrag von admin in der Kategorie News | 21. Februar 2008 | Keine Kommentare
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