Unterhaltungskünstler: Nokias N96 empfängt DVB-H


Foto: Nokia

Nokias Handy-Armada hat ein neues Flaggschiff. Das N96 schickt sich an, alle anderen Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen und die ohnehin schon reichhaltige Ausstattung des bisherigen Spitzenreiters N95 nochmals zu erweitern: das Handy unterstützt das im Frühjahr 2008 startende Mobil-TV nach DVB-H, was sich als Standard im europäischen Raum durchsetzen soll. Hierzulande soll der Ausbau im Frühjahr beginnen, das große Ziel ist die Übertragung der Fußball-WM als Werbeträger.

Mit dem 2,8 Zoll großen Display, das auf 320 x 240 Pixeln 16,7 Millionen Farben darstellt, sollte dem mobilen Fernsehvergnügen dann nichts mehr im Weg stehen. Hierfür werden auch der integrierte Lautsprecher und ein ausklappbarer Ständer auf der Rückseite sorgen. Da das N96 mit seiner 5-Megapixel-Kamera von Carl Zeiss auch eigene Videos in hoher Qualität dreht und abspielt, ist für die weiteren Videofunktionen nun ein Videocenter an Bord. Hier kann zentral auf selbst erstellte und Internet-Inhalte zugegriffen werden. Für eigene Videos stehen mehrere Formate zur Verfügung, maximal können 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde aufgelöst werden. Kodiert werden kann unter anderem im H.264-Verfahren, sodass die Videos komprimiert nicht allzu viel Platz wegnehmen.

Wobei dieser nicht unbedingt knapp bemessen ist: ein 16 GB großer interner Speicher steht zur Verfügung, der über MicroSDHC-Karten noch um bis zu 8 GB erweitert werden kann. Zusätzlich stehen 256 MB Systemspeicher für das Betriebssystem und 128 MB RAM bereit. An Schnittstellen bringt das N96 schlicht alles mit, was denkbar ist. Das beginnt bei Quadband-GSM mit EDGE, HSDPA und DVB-H, über WLAN und Bluetooth 2.0 mit A2DP und EDR bis hin zu Mini-USB, TV-Out und einer 3,5 mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer. Schließlich ist auch noch ein GPS-Modul mit Unterstützung für Assisted GPS verbaut, das heißt, es können Positionsdaten aus dem Mobilfunknetz zur schnellen Standortbestimmung genutzt werden. Bereits mitgeliefert wird die Software Nokia Maps, für die kostenlos Kartenmaterial heruntergeladen werden kann. Für beide Funktionen können allerdings Folgekosten durch die Mobilfunkbetreiber anfallen.

Zur Unterhaltung tragen ein Mp3-Player und ein Radio bei, auch ein HTML-Browser mit Flash und ein Email-Client taugen zur Ablenkung. Einzig der Akku könnte das Multimediatalent stoppen, während dessen Kapazität beim Vorgänger N95 mit 950 mAh schnell auf 1.200 mAh beim N95 8GB erhöht wurde, in England nach kurzer Zeit sogar ein zweiter Akku mit im Paket lag, ist beim N96 nun wieder der alte Akku BL-5F mit 950 mAh enthalten. Da mit DVB-H der Strombedarf nicht unbedingt sinken wird eine etwas unverständliche Entscheidung, möglicherweise auch ein Fall für die erste Modellpflege. Die Grenzen des Akkus lassen sich bereits an den Sprechzeiten ablesen: bei einem UMTS-Gespräch ist nach 150 Minuten Schluss. Nicht umsonst empfiehlt Nokia als Zubehör das Power Pack DC-1, welches bis zu drei Reserve-Ladungen bereit hält. Das N96 soll ab dem dritten Quartal 2008 erhältlich sein und rund 550 Euro kosten.

Beitrag von admin in der Kategorie News | 18. Februar 2008 | Keine Kommentare
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