Gasanbieter E.ON sieht sich nicht mehr an Ölpreisbindung gebunden

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Seit ein paar Monaten steigen die Ölpreise wieder. Aus diesem Grund sinken im Gashandel die Gewinne beim Gasanbieter E.ON.

Ursache hierfür ist eine brancheninterne Verabredung, nach welcher der Gaspreis an dem Preis des Öls gekoppelt ist. Die Forderung von Verbraucherschützer, die schon lange zur Diskussion steht, könnte daher schon bald zur Realität werden werden: der Energieanbieter E.ON möchte sich verstärkt preiswertes Gas auf den freien Märkten beschaffen und stellt somit erstmals die Ölpreisbindung ernsthaft in Frage.

Viele Jahre galt die Ölpreisbindung als ehernes Branchengesetz. In etwa zeitgleich mit der Gründung der OPEC wurde in den sechziger Jahren die Kopplung der Gaspreise ins Leben gerufen. Das Kartell schöpfte ihre Motivation darin, die Förderung der endlichen Ressource Erdgas zu unterstützen und zur gleichen Zeit die Machtfülle der wenigen Gas-Lieferanten zu limitieren. Diese Vereinbarung wird seit einigen Jahren von Verbraucherschützer als nicht mehr zeitgemäß kritisiert. Die Förderung von Erdgas muss nämlich schon seit längerem nicht mehr finanziell unterstützt werden. In der Tat folgen die Gaspreise steigenden Ölpreisen erfahrungsgemäß in der Regel eher als sinkenden. Die diesjährigen Gaspreis-Senkungen kann man daher eher als Ausnahme der Regel qualifizieren.

Der Grund warum E.ON-Chef Wulf Bernotat jetzt verkündigt, Erdgas verstärkt auf dem freien Gasmarkt zu erwerben, basiert jedoch auf ökonomischen Beweggründe. Seit Jahresbeginn ist der Gewinn vor Steuern des größten europäischen Energieversorger um ein Drittel eingebrochen. Aus diesem Grund baut Bernotat nun auf flexiblere Lieferverträge. Demnach soll in Russland eingekauftes Gas nicht mehr unter allen Umständen sofort importiert werden. Erdgas-Liefermengen, die nicht unmittelbar mit Erlös weiterverkauft werden können, sollen nun über die kommenden Jahre verteilt importiert werden können. Für den Ausgleich soll mehr als zehn Prozent der Handelsmenge auf dem preiswerteren freien Handel beschafft werden. Vereinbarungen, die diesem Vorhaben entsprechen, wurden schon mit niederländischen und norwegischen Produzenten getroffen. Komplizierter gestalten sich jedoch die Verhandlungen mit dem Energieversorger Gazprom aus Russland. Der Staat will nämlich auf die Gewinne seines Unternehmens aus den bereits vereinbarten Abnahmemengen nicht verzichten.

Das ambitionierte Sparprogramm des Energieriesen E.ON zog in letzter Zeit hingegen deutlich Aufmerksamkeit auf sich. Um eine Kartellstrafe der EU zu vermeiden, hatte der Energieversorger vor kurzem einen Großteil seines niederländischen Hochspannungsnetzes veräußert. Darüber hinaus sollen in den nächsten Jahren einige tausend Arbeitsplätze eingespart werden. Nach Unternehmensangaben soll dies ohne betriebsbedingte Kündigungen und sozial verträglich ablaufen.

Der Gasanbieter hat seinen Firmensitz im nordrhein-westfälischen Düsseldorf. Wer auf der Suche nach günstigem Gas in Düsseldorf ist, wird mit dem Gaspreisvergleich von Preis.de fündig. Bei einem jährlichem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden kann ein Haushalt momentan fast 300 Euro im Jahr gegenüber dem Grundversorger sparen. Der Gasanbieter TelDaFax stellt in diesem Fall den günstigsten Tarif.

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