
Foto: Fickr/ conanil
Das wohlige Knistern des Ofens, der Geruch im Haus oder in der Wohnung sowie diese typische kuschelige Wärme. Nur mit einem Kaminofen lässt sich das erleben. Und gerade im Herbst, im Winter oder am Anfang des Frühlings schwören viele auf den Kaminofen. Doch es gibt verschiedene Varianten, zwischen denen eine Entscheidung fallen muss. Sollen es lieber Pellets oder das klassische Holz sein?
Der klassische Kaminofen besteht aus Gusseisen oder Stahlblech. Vorne hat er eine Glasscheibe, die freie Sicht auf das Feuer gewährt. Oben sorgt das Kaminrohr, das mit dem Kaminschacht verbunden ist, für die Abluft. Die Fläche unter dem Kamin wird durch eine Platte aus feuerfestem Material geschützt. Das ist vor allem beim klassischen Kaminofen der Fall, der meistens mit Holz befeuert wird. Viele greifen auf ihn zurück, weil gerade er eine angenehme Wärme und romantische Stimmung erzeugt. Der Kaminofen ist wohl der am weitesten verbreitete Ofen.
Das richtige Holz für den Kaminofen
Hier wird mit Holzscheiten befeuert. Dabei lassen sich Besitzer eines Kamins das Holz liefern und stapeln es an einer geeigneten und geschützten Stelle im Garten. Der Platz sollte möglichst trocken sein und die Scheite so gestapelt, dass sie eine gute Luftzirkulation ermöglichen. Denn sonst kann es zu Schimmelbildung kommen. Wird das Holz an der Hauswand gestapelt, beträgt der Mindestabstand zwischen Haus und Holzstapel 5 bis 10 Zentimeter. Doch schon beim Aussuchen und Kaufen des Holzes sollte man den Qualitätsunterschied beachten: Je länger das Holz gelagert wurde, desto besser ist es und auch die Holzart entscheidet mit.
Die Vorteile bei einem Kaminofen liegen sicher in der Stimmung, die er verbreitet, und in der angenehmen Wärme. Holzöfen sind CO2-neutral und sparen Heizkosten. Außerdem wird der Raum schnell warm. Nachteile sind die anfallende Pflege, Arbeit durch das Aufschichten der Holzscheite und das Entsorgen der Asche. Des Weiteren wird ein Platz zum Lagern des Holzes benötigt. Voraussetzung für einen solchen Kamin ist Zugang zum Kaminschacht, der zum Schornstein führt. Ein Kaminofen muss in der Regel von einem Schornsteinfeger abgenommen werden.
Pelletofen als Alternative?
Das Design der Pelletöfen ist dem der Kaminöfen nachempfunden. Sie werden auch mit Holz angefeuert, das jedoch eine andere Konsistenz hat. Es handelt sich um gepresste Stäbchen aus Holz. Diese Pellets unterliegen einer Norm, sind 2 bis 5 Zentimeter lang und haben ein Durchmesser zwischen 0,4 und einem Zentimeter.
Man sollte sich dessen bewusst sein, dass ein Pelletofen eventuell nicht für die gleiche romantische Stimmung sorgt wie ein Holzofen, denn diese Öfen verbrennen die Stäbchen mit einem anders aussehenden Brandbild. Außerdem ist hier ein Gebläse im Einsatz, das ein Geräusch erzeugt. Doch ein Pelletofen hat auch viele Vorteile. So kann er als zentrale Heizung eingesetzt werden und bietet viel mehr Möglichkeiten als ein Kaminofen. Die Wärme lässt sich bei einem Pelletofen regulieren und ist gleichmäßiger. Des Weiteren beansprucht die Lagerung der kleinen Pellets weniger Platz als die Aufbewahrung von Holz.
Die Entscheidung zwischen Pelletofen und Kaminofen könnte auch anhand des Preises fallen. Denn für Pelletöfen sind mehr als 1.000 Euro zu zahlen, wohingegen ein Kaminofen ab 250 Euro erhältlich ist. Die Ursache für diesen Preisunterschied liegt ganz klar in den größeren Möglichkeiten, die der Pelletofen bietet, und in der manuellen Regulierung der Wärme.
Natürlich gibt es auch noch andere Kaminarten wie den Gelkamin. Diese erzeugen aber kaum Wärme und sind eher zu Dekorationszwecken gedacht. Für diesen Fall sind sie sehr nützlich, denn sie erzeugen keinen Dreck und sind genehmigungsfrei. Mit einem Kamin- oder Pelletofen wird es jedoch mollig warm und der Winter kann kommen.
Foto: Flickr /conanil
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