Einschulungs-Check – Das sollten Erstklässler beherrschen

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Das Alphabet

Das Alphabet, Foto: Flickr / B.Inspired Vintage

Nur noch knapp sechs Wochen, dann ist es wieder soweit: 700.000 Erstklässler fiebern ihrer Einschulung entgegen. Damit ihr vor lauter Aufregung nichts Wichtiges vergesst, startet heute unsere kleine Serie zum Thema Schulanfang. Erstes Thema: Was muss ein Erstklässler können? Welche Fähigkeiten muss das Kind haben, damit es in der Schule nicht überfordert ist? Ich habe mich schlau gemacht.

Natürlich kann man das nie pauschalisieren, denn jedes Kind ist anders. Während einige beim Schulanfang schon lesen können, bringen andere kaum drei vernünftige Sätze zustande. Oftmals liegt das daran, wie sehr die angehenden Erstklässler bereits von ihren Eltern und vom Kindergarten gefördert wurden. Dennoch gibt es bestimmte Kriterien, an denen ihr erkennt, dass euer Kind reif und fit genug für den Schulanfang ist:

Grob- und feinmotorische Fähigkeiten

Grob-und feinmotorische Fähigkeiten

Das Ausmalen könnt ihr schon ziemlich früh trainieren. Foto: Flickr / mattdoucette

Ein Schulkind sollte in jedem Falle in der Lage sein, seine Bewegungen zu koordinieren. Dazu gehören: auf einem Bein stehen, einen Ball fangen und eventuell schon Fahrradfahren. Ebenso sind die Raumwahrnehmung, die Gleichgewichtskoordination und die Planung von Bewegungen besonders wichtig.

Zu den feinmotorischen Fähigkeiten gehören das Halten eines Stifts und die Bedienung einer Schere ebenso wie das fast fehlerfreie Ausmalen von Bildern. Deshalb solltet ihr diese Dinge schon frühzeitig trainieren, sodass der Schulanfänger später nicht hinterher hängt. Ebenfalls sollten das Hör-und Sehvermögen vor dem Schulbeginn getestet werden.

Die Ausdauer und der Ehrgeiz

Die Ausdauer und der Ehrgeiz

Die Ausdauer ist für Schulanfänger besonders wichtig. Foto: Flickr / wilhei55

Ist euer Kind bereit, sich anzustrengen und sich zu konzentrieren? Das ist eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Start in den Schulalltag! Macht euren Kindern klar, dass sie die Schule nicht einfach nach Lust und Laune verlassen können, sondern einen bestimmten Tagesrhythmus lernen müssen.

Dafür bietet es sich an auch morgens vor der Schule immer den gleichen Ablauf zu haben – erst wird gegessen, dann geht es zum Zähneputzen und Anziehen – ein geregelter Tagesablauf führt fast immer zu einem stressfreien Schultag! Den Ranzen mit Schulsachen zu packen, gehört ebenfalls zum Tagesprogramm und sollte möglichst abends erledigt werden.

Außerdem ist es wichtig, einen gewissen Ehrgeiz zu vermitteln. So solltet ihr eurem Kind möglichst früh erklären, welche Bedeutung die Schule für das spätere Leben hat und wie wichtig gute Leistungen für die spätere Berufswahl sind. Dennoch solltet ihr die Kleinen nicht unter Druck setzen – es muss ein guter Mittelweg gefunden werden.

Soziale und emotionale Kompetenzen

Soziale und emotionale Kompetenzen

Soziale Kompetenzen sind besonders wichtig, um neue Schüler kennenzulernen. Foto: Flickr / Strocchi

Das ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Viele Erstklässler haben es zu Anfang nicht leicht, da nicht nur fremde Personen und Orte auf sie warten, sondern auch Kritik und jede Menge Regeln. Die eigenen Bedürfnisse müssen da manchmal in den Hintergrund treten, denn bei meist 25 Schulanfängern pro Klasse kann natürlich nicht jeder seinen Willen bekommen. Deshalb solltet ihr schon früh lernen, innerhalb der Familie Kompromisse zu finden und auch mal “Nein” zu sagen – sonst hat das Kind in der Schule Probleme die Ansagen der Lehrer zu verstehen.

Sehr wichtig ist es ebenfalls, sich soziale Kompetenzen anzueignen. Es kann durchaus sein, dass euer Erstklässler nicht von jedem aus der Klasse gemocht wird – in dieser Situation sollte man jedoch nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern clever reagieren und mit den Kindern über die Situation reden.

Außerdem solltet ihr euch fragen: Kann mein Kind seine eigene Meinung ohne Scheu äußern? Kann es sich mit anderen Kindern arrangieren und mit ihnen zusammen arbeiten oder spielen? Ist es selbstständig genug, um auch mal allein mit dem Bus zu fahren? Wenn das zutrifft, wird der ABC-Schütze mit einem guten Gefühl in den Schulanfang starten!

Intellektuelle Reife

Intellektuelle Reife

Mit kleinen Hilfen geht das Erfassen von Mengen besonders einfach. Foto: Flickr / AnnabelMFalk

Das ist wohl das Hauptargument für den Besuch der Schule. Euer Liebling sollte sich nämlich für verschiedene Themen begeistern, neugierig sein und Spaß am Lernen haben.  Sich einzelne Sachverhalte gut merken zu können, ist das A und O, wenn es zur Schule geht.

Auch die Allgemeinbildung sollte schon ausgeprägt sein – das Kind sollte Tiere, einige Pflanzen, die Grundformen und die Farben erkennen können. Bestimmte Mengen sollten eingeschätzt und ins Verhältnis zueinander gesetzt werden können (kleiner, größer, mehr, weniger).

Also liebe Eltern, das klingt nun vielleicht komplizierter als es eigentlich ist. Die meisten Sachen bringt man den Kleinen automatisch bei, sodass ihr gemeinsam mit dem Kindergarten schon frühzeitig auf die Schulzeit vorbereiten könnt. Je mehr Punkte von unserer kleinen Checkliste zutreffen, desto leichter hat es euer Nachwuchs vermutlich in der Schule und kann sich auf seinen großen Tag ganz besonders freuen.

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