
Foto: Flickr / sake028
Der Fahrradhelm dient zum Schutz unserer Kinder und kann oft sogar überlebenswichtig sein. Deshalb sollte man sein Kind niemals ohne Helm aufs Fahrrad lassen und auch selbst ein Vorbild sein. Natürlich ist Helm nicht gleich Helm – einige weisen große Sicherheitslücken auf! Ich gebe euch heute Tipps, worauf man beim Kauf achten sollte.
Gerade jetzt im Sommer, wenn die Fahrradtouren am meisten Spaß machen, wagen sich auch unsere Kleinsten auf den Drahtesel. Da sie natürlich noch nicht so sicher fahren wie wir, heißt es jetzt: Fahrradhelm aufsetzen (und auch die Knie- und Ellenbogenschützer nicht vergessen) und die wilde Fahrt kann losgehen! Da man dabei auch viel falsch machen kann, teste der ADAC im letzten Jahr 11 Kinderhelme und kam zu einem überraschenden Ergebnis. Wer noch keinen Fahrradhelm fürs Kind hat, erfährt nun von mir worauf man beim Kauf achten sollte.
Die richtige Größe

Die richtige Größe spielt beim Kauf eine entscheidende Rolle. Foto: Flickr / flow_br
Den Satz “Da wächst mein Kind noch rein” könnt ihr gleich schon mal vergessen, denn immerhin geht es hier um die Kindersicherheit und nicht um eine Sommerhose.
Wenn der Fahrradhelm zu groß ist, kann er den Kindern nämlich vom Kopf rutschen, was bei einem Sturz fatale Folgen hätte. Ist er zu klein, kann der Helm den Kopf und im schlimmsten Falle die Halsschlagader einquetschen.
Deshalb solltet ihr beziehungsweise ein Fachmann vor dem Kauf den Kopfumfang eures Lieblings genau abmessen. Von “mitwachsenden” Fahrradhelmen rate ich euch ab, denn diese sind nie wirklich sicher.
Der Verschluss, die Riemen und die Lüftung

Wenn die Riemen ein Dreieck um die Ohren bilden, sitzt der Helm besonders sicher. Foto: Flickr / Clover_1
Auch diese müssen sich dem Kopf des kleinen Radfahrers genau anpassen. Sie sollten nicht zu eng am Kopf sitzen, aber auch nicht zu locker, sodass der Helm wegrutschen könnte. Als Faustregel gilt: Der Verschluss muss so nah am Kinn liegen, dass gerade noch ein Finger unter den Riemen passt.
Wenn die Riemen auch noch ein Dreieck um die Ohren bilden, ist der Helm besonders sicher. Außerdem ist auf die Verarbeitung zu achten – wenn die Riemen scharfkantig oder ausgefranst sind, solltet ihr auf jeden Fall die Finger von dem Helm lassen! Auch ein Klettverschluss ist ein No-Go und viel zu unsicher für die unerfahrenen Radler.
Besonders im Sommer, wenn man gemeinsame Radtouren macht, sind auch die Belüftungsschlitze von großer Bedeutung. Wenn der Schweiß nämlich ins Gesicht tropft, macht das Fahren garantiert keinen Spaß mehr! Noch wichtiger ist es jedoch, darauf zu achten, dass die Schlitze mit einem dünnen Netz bespannt sind, damit weder Fliegen noch Wespen hinein fliegen können.
Die Kennzeichnung und der Austausch

Bei einem Sturz und bei Rissen sollte der Helm unverzüglich ausgetauscht werden. Foto: Flickr / flow_br
Am einfachsten ist es, wenn ihr auf die Kennzeichnung achtet, die zeigt, dass der Helm alle gesetzlichen Sicherheitsstandards erfüllt. Das könnt ihr an gültigen Prüfsiegeln, wie dem CE-Zeichen oder dem Normhinweis EN1078, erkennen. Mehr über die geprüfte Sicherheit beim Radfahren, könnt ihr auf der Homepage der Polizei Bayern erfahren.
Generell sagt man, dass der Helm nach spätestens 5 Jahren ausgetauscht werden muss. Wenn sich das Kind jedoch erst im Wachstum befindet, sollte jedes Jahr ein passender Helm her! Aber Achtung: Wenn das Kind auf den Helm gefallen ist, solltet ihr diesen unverzüglich austauschen, auch wenn äußerlich keine Spuren zu sehen sind. Meistens befinden sich auf dem Kunststoff mikrofeine Risse, die beim nächsten Sturz aufreißen und den kleinen Radfahrer nicht mehr zuverlässig schützen können.
Wenn ihr also bald einen neuen Kinder-Fahrradhelm kaufen wollt, nehmt euch diese Tipps zu Herzen! Die beliebtesten Hersteller sind dabei Alpina, Cratoni, Uvex und Casco – schaut doch einfach in unseren Preisvergleich für Kinderfahrradhelme, da findet ihr bestimmt das passende Modell für euren Schützling! Oder habt ihr vielleicht schon einen guten Tipp?
Zusammenfassend habe ich noch ein kleines Video für euch:




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